IGF – Interessengemeinschaft Fahrrad

Die Radlobby IGF ist ein Verein zur Stärkung des Radverkehrs und der Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Wien. Sie dient als Plattform für verkehrspolitische Arbeit und betreibt Lobbying für RadfahrerInnen. Gemeinsam mit der ARGUS treten wir in Wien als "Radlobby Wien" auf. Mit allen anderen Radinteressensvertretungen Österreichs haben wir 2013 die "Radlobby Österreich" gegründet, die auf Bundesebene tätig ist.

Gerade in einer Großstadt wie Wien und angesichts der aktuellen Umweltdebatten stellt das Fahrrad das klügste, gesündeste und platzsparendste Nahverkehrsmittel dar. Daher fordern wir vollwertige verkehrspolitische Akzeptanz und Förderung für das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel!

Fahren wir im Alltag Rad! Selbstbewusst und mit Freude. Wir werden immer mehr!

Vassilakous Radbilanz: Zu wenige Km, zu kleine Zahlen

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und die Mobilitätsagentur haben die Rad-Bilanz der grünen Verkehrsregierungsjahre 2010-2014 präsentiert. Seit 2010 wurden laut dem Bericht rund 30 Millionen Euro in die Rad-Infrastruktur investiert, parallel wuchs der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr von 4,6 Prozent bis 2014 auf  7,1 Prozent. Bekannterweise hat sich das Rot-Grüne Regierungsprogramm für 2015 10 Prozent zum Ziel gesetzt – das wurde deutlich verfehlt. Die zweite Zahl in der Gleichung von 4,6 Prozent Modal Split divergiert zwar von den im Rad-Report 2012 angegebenen 5,0 Prozent, dafür ist aber laut Mobilitätsagentur eine Zählungsumstellung verantwortlich: Die Zahl 4,6 ist die richtige für 2010. Abgesehen davon ist aber der Zuwachs an Radverkehrsanteil akzeptabel, und das 10 Prozent Ziel hat zumindest als Ansporn für eine vorbildliche Radkampagne 2013 ihren Zweck erfüllt. Und 10.000 Radstellplätze mehr ist beeindruckend! Dennoch bleiben auch seitens Radlobby einige Kritikpunkte bestehen: Zu wenig gute Radinfrastruktur, wichtige Lückenschlüsse fehlen, und auf Bezirksebene ist der Radverkehr noch nicht angekommen.

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Siegerprojekt der “Goldenen Speiche 2014″ steht fest!

Die Radlobby Wien (IGF & ARGUS) hat nun schon zum zweiten Mal die besten Radverkehrsmaßnahmen aus dem vergangenen Jahr per Online-Voting und Fachjury-Sitzung gesucht. Die Frage an die Community war: “Wo ist die überzeugendste Radverkehrsverbesserung Wiens des Jahres 2014?” Als Preis dafür geht die “Goldene Speiche 2014” an die verantwortlichen PlanerInnen und Auftraggeber sowie Bezirke. Nun hat die Jury getagt, die Stimmabgabe der User ist beendet, und der Gewinner steht fest: Es ist die Umgestaltung der Radwegkonfliktstelle an der U4-Margaretengürtel! Wir gratulieren den MAs 18, 28 und 46 sowie den Bezirksvorstehungen im 5. und 12.Bezirk. Als Teil der Radlangstrecke West ist dieser neuralgische Punkt von größter Wichtgkeit. Das Projekt wird allerdings nur knapp gefolgt von den Ehrenerwähnungen am Franz-Josefs-Kai und am Währinger Gürtel.

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Die neue railjet-Radmitnahme im RADLOBBY-Test

Bereits 2008 hat die RADLOBBY Österreich auf die Notwendigkeit der Radmitnahme im damals neuen railjet hingewiesen, nun wurde nach mehreren Umbauverschiebungen diesem Bedürfnis der radfahrenden ÖBB-Kundschaft nachgekommen. Die erste railjet-Garnitur wurde Ende Februar adaptiert, bis Ende 2016 sollen alle 51 railjets nachgerüstet sein. Mit 5 Radplätzen pro Zug ist dann zumindest ein Grundangebot für die Radmitnahme im Fernverkehr gegeben. Damit haben die ÖBB nicht nur dem Druck der RADLOBBY, sondern auch den Bestimmungen des 3. EU-Eisenbahnpakets nachgegeben. Vor der baldigen Premiere des railjet-Radabteils am 3.April hat die RADLOBBY exklusiv das neue ÖBB-Service getestet. Hier folgt unser Bericht!

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So sehen die fünf Radplätze im tschechischen Railjet aus. Neun neue Railjets sind bestellt und werden mit dem selben Abteil ausgestattet sein; diese verkehren dann auf der Westbahn.

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RasenAmRing ist “Finalist of European Mobility Week Award”!

Die Stadt Wien hat soeben mit dem Programm zur Mobilitätswoche 2014 die Auszeichnung “Finalist of the European Mobility Week Award” gewonnen. Damit ist die Nominierung unter die Top 3 Städte für den “European Mobility Week Award” gemeint. Den Hauptpreis gewonnen hat die schwedische Kleinstadt Oestersund. Als größter Event der Mobilitätswoche ist natürlich die Aktion “Rasen am Ring“, die von der “Plattform Autofreie Stadt” mit führender Beteiligung der Radlobby Wien (IGF & ARGUS) seit 2006 am autofreien Tag durchgeführt wird, ein wichtiger Beitrag zur Presiwürdigkeit. Das betonte auch Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou im Rahmen der Preisverleihung: “Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die zur Wiener Mobilitätswoche beigetragen haben: Das sind Umweltorganisationen wie die Plattform Autofreie Stadt, die Wiener Wirtschaftskammer, die Wiener Bezirke, die Wiener Radlobbys, die Wiener Linien und die Wiener Mobilitätsagentur. Ihnen gebührt die Auszeichnung mindestens genauso.”

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Zweite Wiener Fahrradstraße in Hietzing beschildert

Vorrang für Fahrradfahrer heißt es in der Hofjagdstraße, Wiens zweiter Fahrradstraße, so schreibt der ORF. Diese zweite Fahrradstraße nach StVO (die Hasnerstraße ist ja nur eine “fahrradfreundliche Straße ohne Nebeneineanderfahrerlaubnis) führt 630 Meter weit von der Auhofstraße bis zum Pulverstampftor, nun dürfen RadlerInnen dort nebeneinander fahren und haben Vorrang. Für Autos gilt Tempo 30. Gute Sache, wenn auch ziemlich weit vom Zentrum entfernt. Nun wird es bald Zeit für eine Fahrradstraße im Innergürtelbereich. Da bietet sich einiges an, und Wien hat gegenüber München noch 40 Fahrradstraßen aufzuholen.

Foto: ORF

Wahl zur “Goldenen Speiche 2014″ läuft!

Die Wahl zur Rad-Infrastruktur-Auszeichnung “Goldene Speiche 2014″ läuft bis 22.3., die Frage der RADLOBBY Wien (IGF & ARGUS) lautet “Wo befindet sich Wiens beste Radverkehrsmaßnahme des letzten Jahres?”. Schon letztes Jahr war die Wahl mit starker Beteiligung und einem würdigen Sieger veranstaltet worden. Die “Goldene Speiche 2013” gewannen die “Beradelbaren Haltestellenkaps” der Ottakringer Straße, darin waren sich das Public Voting und die Fachjury einig. Was wirds heuer werden? Einfach in die Web-Karte klicken, Vorschlag eintragen oder für andere Vorschläge voten! Bis 22.3. ist das Public Voting via Web-Map offen, danach werden die 5 Nominierungen mit den meisten Stimmen der Fachjury vorgelegt. Die Preisverleihung folgt beim “ARGUS Bike Festival” am 11.4.;

Hier gehts zum Voting: GOLDENE SPEICHE

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Verbesserung der Citydurchfahrt beim Lugeck

Cityquerung3-AusschnittLugeck Im Jahr 2013 wurden drei Innenstadtquerungen in einem Plan zusammengefasst; wir berichteten. Die Route “Citydurchfahrt 3″, die vom Stubentor über den Hohen Markt bis zur Börse führt ist eine wichtige Route, um schnell und komfortabel mit dem Rad vom Parkring zum Schottenring zu kommen. (PLAN) Nun wurde am Lugeck eine kleine Verbesserung durchgeführt, die für sich selbst gesehen kein großer Umbruch ist. Sie zeigt aber, dass es auch an lange existierenden Radrouten Qualitätsverbesserungen möglich und sinnvoll sind und manchmal nur einer Kleinigkeit bedürfen.

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Mahü-Bauarbeiten gehen weiter: Radumleitung mit Schildern!

radlobby_mahueplan_klein_phase3_2015Mit Montag, 23. Februar, gehen die Umbauarbeiten auf der Mariahilferstraße nach der Winterpause weiter.  Die Strecke zwischen Museumsquartier und Kirchengasse wird zur Begegnungszone umgestaltet und dadurch für Personen, die mit dem Rad, zu Fuß oder den Öffis unterwegs sind, deutlich attraktiver. Das ist gut so! Während des Umbaus in diesen Bereichen ist das Radfahren nicht erlaubt, die Umleitungsstrecken werden für den Radverkehr von der Stadt Wien gut sichtbar mit gelben Tafeln ausgeschildert. Das Vorbild der Radlobby Wien vom Jahr 2014, als wir diese Aufgabe freiwillig übernommen hatten, um das Versäumnis der Stadt Wien aufzufangen (ARTIKEL), hat also Schule gemacht.

Die Radlobby Wien hat auch diesmal alle Umfahrungsmöglichkeiten für den Radverkehr  auf einer aktuellen Karte (DOWNLOAD) dargestellt. …weiterlesen »

Radverkehrsanteil in Wien stieg 2014 weiter auf 7%

Nun wurden die “Modal Split”-Zahlen für 2014: veröffentlicht, also die statistische Hochrechnung der jeweiligen Nutzungsanteile der Verkehrsmittel an den zurückgelegten Wegen. Das Resultat: Radfahren in Wien wird weiterhin beliebter und hat mit nun 7% eine weitere leichte Steigerung zu verzeichnen. 2013 lag die Zahl bei 6,4% (Quelle), die jährliche Zuwachsrate liegt also einerseits bei wackeren 10%, andrerseits noch weit vom Wunschziel von 10% Radanteil. “Der Aufwärtstrend beim Radverkehr in Wien setzt sich auch 2014 fort.frohlockt etwas euphemistisch die Stadt Wien. Beim Autoverkehr wiederum “ist der Anteil trotz massivem Bevölkerungszuwachs von rund 30.000 Menschen pro Jahr leicht rückläufig (-0,1% gegenüber 2013).” Das ist einerseits mathematischer Vegleich von absoluten Äpfeln mit relationalen Birnen, und andrerseits eine Stagnation satt der proklamierten Abnahme des Autoverkehrs. Denn bis 2025 sollen laut Stadtentwicklungsplan-Fachkonzept Mobilität in Wien 80 Prozent der Wege umweltfreundlich, also mit dem Rad, zu Fuß oder mit den Öffis zurückgelegt werden.  Hier gilt es also noch 8% beim MIV abzuknabbern und auf das Rad zu verlagern!

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Fahrerflucht: Tod durch Lkw, Verletzungen durch Pkw und Rad

Traurige Bilanz,  Verkehrssicherheitsproblem und tendentiöse Medienarbeit kennzeichnen die letzten Tage auf Wiens Straßen. Denn innerhalb weniger Tage hatte ein LKW-Lenker einen Fußgänger am Zebtrastreifen getötet, ein Kfz hatte eine Radfahrer seitlich touchiert und verletzt und ein Radfahrer eine Passantin angefahren und zu Sturz gebacht (OTS). Alle drei Unfallverursacher begingen Fahrerflucht. Dem Wiener FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik fällt dazu nur ein: “Fahrerfluchtdelikte von Rad-Rowdys mit Nummerntaferln bekämpfen.” Dabei ist dieser Fall naturgemäß der glimpflichste der drei, und die beiden anderen des LKW und Autos fanden trotz Nummerntaferl statt. Wodurch wieder bestätigt ist: Nummerntaferln verhindern keine Fahrerflucht. Und Kfz verursachen je nach Größe und Geschwindigkeit die schlimmsten Unfallfolgen, bis hin zum Tod.

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