IGF – Interessengemeinschaft Fahrrad

Die Radlobby IGF ist ein Verein zur Stärkung des Radverkehrs und der Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Wien. Sie dient als Plattform für verkehrspolitische Arbeit und betreibt Lobbying für RadfahrerInnen. Gemeinsam mit der ARGUS treten wir in Wien als "Radlobby Wien" auf. Mit allen anderen Radinteressensvertretungen Österreichs haben wir 2013 die "Radlobby Österreich" gegründet, die auf Bundesebene tätig ist.

Gerade in einer Großstadt wie Wien und angesichts der aktuellen Umweltdebatten stellt das Fahrrad das klügste, gesündeste und platzsparendste Nahverkehrsmittel dar. Daher fordern wir vollwertige verkehrspolitische Akzeptanz und Förderung für das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel!

Fahren wir im Alltag Rad! Selbstbewusst und mit Freude. Wir werden immer mehr!

Radlerin von LKW getötet: Ghostbike-Ride am 23.10.!

Dienstags vormittag wurde eine Radfahrerin in Wien bei Zusammenstoß mit Lkw von diesem tödlich überrollt. Der Unfallort war an einer jener vielen Rad-unfreundlichen Stellen in in Wien-Favoriten, die dringenden Verbesserungsbedarf aufweisen: an der Kreuzung der Laxenburger- mit der Gudrunstraße. “Der 48-jährige Lkw-Lenker wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Details zum Unfallhergang gab es zunächst nicht.” schreibt die APA bzw der Standard. Jedenfalls sollte der Unfallhergang dringend und genau untersucht werden, ob spezifische Änderungen an dieser Kreuztung die Sicherheit erhöhen können, oder einer jener LKW-Unfälle vorliegt, die auf den berüchtigten “Toten Winkel” zurückzuführen sind.

Als Beileidsbekundung an die Hinterbliebenen und Zeichen gegen die tödlichen  Gefahren des KFZ-Verkehrs wird am 23.10. ein “Ghostbike” an der temporären Unfallstelle errichtet. Ghostbikes sind weiße Mahn-Räder (Intl. Erklärung), die weltweit bei solchen traurigen Anlässen zum Einsatz kommen. Treffpunkt für die Fahrt zur Unfallstelle ist Donnerstag,. 23.10. um 19h am Schwarzenbergplatz.

IGF feiert 10 Jahre Jubiläum mit RADKULT WIEN Festival #3!

flyer_webtop

RADKULT WIEN, das Festival der internationalen Radkultur von 17.-19. Oktober, feiert 10 Jahre Radlobby IGF! Mit der “Großen Nacht des Fahrradfilms” im Gartenbaukino am 17.10., die bei freiem Eintritt mit einer “Worldwide Cycle Shorts Selection” und  dem Klassiker “A Sunday in Hell” radfilmische Highlights des auf die größte Leinwand Wiens zaubert. Am 18.10. folgen das Holycat-Race und Gold Sprint im Werk mit anschließendem Konzert von “Bock auf Kultur” und am 19.10. radelt der Vienna Tweed Ride zur Radliteratur-Lesung im WUK.

…weiterlesen »

Bahnübergang im Test: Wo bleibt Radfreundlichkeit?

Dieser Bahnübergang nahe der Ostbahnbrücke / Lobau in Wien ist laut Ö-Norm errichtet, die aber leider Bahnübergänge und -überfahrten für RadfahrerInnen gleich behandelt, trotz völlig unterschiedlichem Platzbedarf. Der Radlobby-Test zeigt ganz klar die Untauglichkeit der Übergang-Konstruktion für radfahrende Mütter  mit Kinderanhänger oder für Transporträder. Beide Fahrradtypen sind in Wien häufiger Bestandteil der Alltagsmobilität und keineswegs vernachlässigbare Nischenfahrzeuge. Dennoch wird dieser Bahnübergang für sie fast zur Sperre.

Natürlich müsste die Behörde nicht die Mindestabmessungen laut Ö-Norm nehmen, sondern könnte selbsttätig eine praktikable Lösung umsetzen, die allen Formen von umweltfreundlicher Radmobilität gerecht wird. Passierte aber (nicht nur) in diesem Beispiel nicht. Was wäre zu tun? Dieser konkrete Bahnübergang könnte zu einer sicheren Radüberfahrt adaptiert werden und die Ö-Norm könnte generell geändert werden. Wir bleiben dran, für barrierefrei Radmobilität für alle!

Fahrrad-Report Wien 2014: Stimmung verbessert sich.

Fahrrad-Report_Screenshot0Wien hat ihn, den Fahrrad-Report 2014 (download HIER). Ähnlich dem Bicycle Account aus Kopenhagen, der alle zwei Jahre erscheint (HIER) werden seit 2012 auch in Wien die RadfahrerInnen und Nicht-RadfahrerInnen über ihre Zufriedenheit befragt. Das Ergebnis lässt sich kurz zusammenfassen: Die Radfahr-Stimmung in Wien verbessert sich, die Infrastruktur sollte aber nachziehen! Radlobby-Mitglied Roland Romano, der hier für uns den Report analysiert hat, meint:Ich begrüße es sehr, dass zum zweiten Mal ein so breit  angelegtes Stimmungsbild von 4.600 Befragten eingeholt wurde.Offensichtlich ist, dass in jenen Bezirken, die weniger für das Radfahren tun (10,11,12,13,23) sind, die Leute seltener mit dem Rad  unterwegs als in radfreundlichen Bezirken (1-9,20). Radplanung ist und bleibt also Angebotsplanung.”

Der Report zeigt: Zuwächse gibt es vor allem bei jenen, die mehrmals pro Woche Rad fahren, einen leichten Rückgang hingegen bei Personen, die seltener als mehrmals pro Monat fahren. Das “Radfahr”-Klima hat sich gebessert, RadfahrerInnen steigen öfter auf das Fahrrad, leider gibt es Defizite bei der Infrastruktur, die behoben werden müssen um Wenig-RadlerInnen eine attraktive Option zu bieten.

…weiterlesen »

Autofreier Tag: 5.000 beim 8. RasenAmRing trotz Regens!

Rasen am Ring wurde bereits zum achten Mal von der Plattform “Autofreie Stadt” unter Beteiligung der Radlobby durchgeführt, wie immer am Internationalen Autofreien Tag dem 22. Sept. 2014. Diesmal wars ein Montag! Von 12 bis 19 Uhr und von der Oper bis zum Schottentor war der Ring von Autos befreit: Naturrasen statt Asphalt, Leben statt Stau, Picknick, Live-Musik, Infos, Kinderprogramm auf der begrünten autofreien Ringstraße. Der Regen hat zwar einen Strich durch die Erwartungen an hohe BesucherInnenzahlen gemacht, aber dennoch wurde sichtbar, wie lebenswert der Ring sein kann ohne Automassen. Die Plattform trat damit für einen autobefreiten Ring und gegen die umweltschädliche Lobau-Autobahn durch den Nationalpark Donau-Auen ein. Denn Autoverkehr kostet alle ÖsterreicherInnen Steuergeld, Lebensqualität und Gesundheit. Genießt mit uns Ruhe, Raum und gute Luft am Ring. So kann sich menschenfreundliches Stadtleben anfühlen!

RasenAmRing braucht noch weitere Spendenunterstützung HIER!

…weiterlesen »

Streetlife Festival am 13. und 14.9.2014

Kommendes Wochenende findet in Wien erstmals ein Streetlife Festival statt, mit einem vielfältigen Programm rund um kulturelle Ausdrucksformen und sportlichen Aktivitäten im öffentlichen Raum und zeitgemäße Mobilität. Damit soll auch dem öffentlichen Diskurs über Straßen in der Stadt von morgen eine Plattform geboten werden. Das Festival findet als Auftakt zur Europäischen Mobilitätswoche am 13. und 14. September in der Babenbergerstraße zwischen Museumsquartier und Ring statt.

Stuntscooter-Tricks-von-Nico-Jendretzki_Foto-Christian-Bauer

…weiterlesen »

Erste Pläne für Wiener Rad-Langstrecken präsentiert

uebersichtsgrafik_klDas Magistrat der Stadt Wien hat endlich die Grundlagenpläne für Langstrecken-Korridore hier veröffentlicht und damit den ersten offiziellen Schritt getan, um sich dem internationalen Trend nach hochwertigen Verbindungen für RadpendlerInnen  quer durch Städte und über Stadtgrenzen hinaus anzunähern. Die drei Korridore Nord / West / Süd wurden ebenso langwierig erhoben und verhandelt wie die Kriterien für “qualitativ hochwertige Langstrecken”. Die Ergebnisse sind noch nicht konkret genug um sie tatsächlich beurteilen zu können. Denn erst die Detailumsetzung gegen althergebrachte Widerstände wird an den Knackpunkten zeigen, was Qualität in Wien bedeuten kann. In den lokalen Erhebungen zur Grundlagenphase war die Radlobby Wien (IGF & ARGUS) eingebunden, nun erwarten wir dass unsere Beiträge für eine gute Umsetzung ebenso einfließen können!

…weiterlesen »

Wir radeln zum BioHof-Fest!

Bereits zum dritten Mal sorgt die Radlobby Wien (IGF & ARGUS) für eine begleitete, autofreie Anreise zum ADAMAH BioHof-Fest in Glinzendorf! Am 6. & 7. September findet das beliebte Fest statt, an beiden Tagen treffen wir uns jeweils um 11h & 14h bei der U2 Station Aspern Nord, um gemütlich im Familientempo die kurzen 12 km zum BioHof zu radeln. Alle BesucherInnen sind herzlichst zum Mitradeln eingeladen! Also, radamah?

RADamah2014_front WEB

…weiterlesen »

Ein schöner Fahrradsommer mit Rücksicht!

Der Sommer bringt Sonnenschein, verstopfte Urlauberautobahnen und dadurch entlastete Stadtstraßen mit sich. Regelmäßig hat er auch ein Loch zu füllen, dazu scheint immer wieder der Begriff “Radrowies” geeignet zu sein. Die Radlobby möchte aus diesem Anlass heuer präventiv auf zwei wichtige Kernbegriffe hinweisen: Rücksichtnahme und Verhältnismässigkeit.Rücksicht ist eine wichtige Verhaltensregel für alle VerkehrsteilnehmerInnen, wir fordern gerade Radfahrende dazu auf, sich diese Tugend zu eigen zu machen und sich besonders gegenüber den FußgängerInnen als schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen regelkonform und zuvorkommend zu verhalten!”, appelliert daher Alec Hager als Sprecher der Radlobby.

sommer2014ruecksicht_web

Gemeinsam stellen Rad- und Fußverkehr das umweltfreundliche Rückgrat urbaner Mobilität dar, gegenseitige Konflikte sollten daher vermieden werden, was natürlich auch die konfliktstellenfreie Radwegeplanung betrifft. Der Apell zur Verhältnismäßigkeit richtet sich an die ProduzentInnen medialer Inhalte: …weiterlesen »

Horrormeldung ist eine Zeitungsente

Österreich 29.7.2014Am 29.Juni vermeldete die Zeitung “Österreich” in ihrer Wiener Ausgabe “14 Tote bei Radunfällen”. Dabei handelt es sich um eine Falschmeldung! Nur zwei der im Artikel genannten Unfälle betrafen tatsächlich das Fahrradfahren, die anderen zwölf waren tödliche Unfälle von KfZ-LenkerInnen und FußgängerInnen. 14 getötete RadlerInnen wäre die Anzahl aller tödlich verunglückten RadfahrerInnen in Wien in den letzten 8 Jahren zusammengerechnet!

« Ältere Beiträge