IGF – Interessengemeinschaft Fahrrad

Die Radlobby IGF ist ein Verein zur Stärkung des Radverkehrs und der Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Wien. Sie dient als Plattform für verkehrspolitische Arbeit und betreibt Lobbying für RadfahrerInnen. Gemeinsam mit der ARGUS treten wir in Wien als "Radlobby Wien" auf. Mit allen anderen Radinteressensvertretungen Österreichs haben wir 2013 die "Radlobby Österreich" gegründet, die auf Bundesebene tätig ist.

Gerade in einer Großstadt wie Wien und angesichts der aktuellen Umweltdebatten stellt das Fahrrad das klügste, gesündeste und platzsparendste Nahverkehrsmittel dar. Daher fordern wir vollwertige verkehrspolitische Akzeptanz und Förderung für das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel!

Fahren wir im Alltag Rad! Selbstbewusst und mit Freude. Wir werden immer mehr!

Erfolg: Kommt Bewegung in die verfahrene Wasnergasse?

Die Wasnergasse im 20. Bezirk grenzt direkt an das beliebte Erholungsidyll Augarten. Der Augartenmauer-begleitende Gehsteigradweg sorgt aufgrund der hohen Frequenz von Familien und Kinderwägen aber unnötigerweise für Konflikte. Denn die MA46 hatte schon vor einem Jahr (DETAILS) genehmigt, den Radweg von der Benützungspflicht zu befreien und dadurch den Radverkehr optional auf die Fahrbahn zu bringen. Aber die Bezirksvorstehung der Brigittenau hatte die Umsetzung verweigert. Jetzt ist eine Lösung in Sicht.  Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat der Bürgerinitiative Wasnergasse und der Radlobby zugesagt, das Sicherheitsproblem bald im Sinne des Fuß- und Radverkehrs zu lösen! Auch die Lampigasse wird mit der gleichen Maßnahme und Finanzierung durchs Rathaus beglückt.

…weiterlesen »

Baustelle Wientalterrasse: Radverkehrs-Umleitungen nötig

Mit dem Bau der schmucken Wientalterrasse bekommen die BewohnerInnen des 5. und des 6. Bezirks einen neuen gemeinsamen attraktiven Platz. Die erste der drei geplanten Wiental-Terrassen soll im Herbst 2015 fertig sein, bis dahin sind naturgemäß Behinderungen durch die Bautätigkeit an der Tagesordnung: Während der Baustelle ist der Radweg im Baustellenbereich komplett gesperrt. Eine von der Stadt Wien beschilderte Umleitung führt während dieser Zeit über die Reinprechtsdorfer Brücke und die Mollardgasse bis zum Naschmarkt. Damit hat die Stadtverwaltung nach dem Umbau der Maraihilfer Straße, wo die Radlobby noch selbst Umleitungsschilder montieren musste, nun einen erfreulichen Schritt zu mehr Radverkehrsservice getan! Da aber eine Umleitung des Wiental-Radweges ausschließlich über den 6. Bezirk für NutzerInnen, die in den 5. Bezirk wollen, wegen der Barriere Wienzeile /Wienfluss problematisch ist, haben wir für Wiens RadlerInnen hier die mögliche zweite Umfahrungsvariante skizziert:

wientalumleitung_RadlobbyWien

…weiterlesen »

Die neue Mahü wurde eröffnet: Wunderbar und beradelbar!

Am 14.11. wurden die ersten beiden Bauabschnitte offiziell fertiggestellt und mit dem gebührenden “Grätzl-Fest für alle”  komplett geöffnet. Es ist ein Genuss, über die neue Mahü zu spazieren oder auch (langsam) zu radeln. Wien ist damit wirklich noch ein Stück lebenswerter geworden! Der Dank dafür gebührt dem Einsatz des Verkehrsressorts und der Bezirke sowie jener guten Hälfte der AnrainerInnen, die für den Umbau gestimmt haben – und für den Verbleib der Radfahrenden in der Fuzo Mahü. Natürlich ist die Mahü nun auch wie erwartet sehr gut besucht, auch im Sinne der gemeinsamen Verkehrsberuhigung hat Fußverkehr berechtigterweise Vortritt.

ilovemahue_3_alle__web_c_martin_juen

Da in wärmeren Zeiten aber über 5.000 RadlerInnen pro Tag die Mahü genutzt haben,  wird man zur Vermeidung von Spannungen und zur Beibehaltung von Radverkehrsqualität den zügigeren Rad-Pendelverkehr in eine parallele Straße verlagern müssen. Am besten in eine fahrradfreundliche Lindengasse als durchgängig in beide Richtung beradelbare Fahrradstraße!

Hier zur Information der umfassende Pressetext der Stadt Wien zu Projektdetails und Querungshilfen für blinde und seheingeschränkte Personen, einem Unikum das auch und besonders von RadlerInnen Rücksicht einmahnt!

…weiterlesen »

Petition: ÖBB behält Tarif-Benachteiligung von RadlerInnen bei!

Die Tarifgestaltung bei Radmitnahme in ÖBB-Zügen benachteiligt seit 2014 eine Million Vorteilscard- und Österreichcard-BesitzerInnen, da die Halbpreisermäßigung für diese bei Radmitnahme nicht mehr gilt. Daraus ergeben sich Preissteigerungen auf mehr als das Doppelte im Fernverkehr. Die Radlobby Österreich hat in mehreren Gesprächen versucht, die ÖBB-Führungvon der Rücknahme der ungerechtfertigten Verteuerung für StammkundInnen zu überzeugen. Nun verkündete die ÖBB dennoch, dass diese ungerechte und umweltunfreundliche Preisgestaltung auch 2015 bleibt! Die Radlobby drängt daher auch die Politik zum Eingreifen, um die Benachteiligungen aufzuheben, die auch den Vorschlägen des “Masterplan Radfahrens” des Umweltministeriums widersprechen. Dazu haben wir auf radpublik.at eine Petition gestartet: “Vorfahrt für Rad & Bahn” fordert Rücknahme der Preisungerechtigkeit, Rechtssicherheit für Faltradmitnahme und Abstellanlagenoffensive an Bahnhöfen.

oebb nachteilscard_FIN_web

…weiterlesen »

20.11.: RadBilderReise #1 über den Karakorum Highway!

karakorum_teaserDie neue Bikecommunity-Radreise-Diavortragsserie startet am 20.11. um 19h in der WUK-Radwerkstatt in Kooperation mit Radlobby Wien (IGF & ARGUS). Klein aber fein, unter baumelnden Rädern und gratis, gemeinsam Radreisebilder kucken! Im ersten Reisebeitrag erzählen nach genau 25 Jahren Elke Studer, Heli Ammann & Andi Röderer von ihrem Trip über den berühmten Karakorum Highway – eine Zeitreise in analoger Fotografie, redigitalisiert. Die Route führte über die Seidenstrasse, durch die Takla-Makan-Wüste und über den Karakorum Highway ins Hunza-Tal. Wow. Im Dezember gehts dann weiter mit “Cuba Libre”!

Achtung, begrenzte Sitzplatzanzahl …

…weiterlesen »

Stadt Wien startet Sharrow-Pilotversuche

Das Verkehrsressort der Stadt Wien hat einen Pilotversuch mit speziellen Markierungen auf der Fahrbahn an drei Straßenabschnitten gestartet. Diese Richtungspfeile sind international als “Sharrow” bekannt und werden nun auch in Wien hiermit zum ersten Mal getestet. Besonders im nordamerikanischen Raum, in Paris sowie in Prag, Budapest, Maribor und Brüssel sind “Sharrows” bereits länger im Einsatz. Diese Markierungen in Form eines Pfeils und eines Rades werden an Stellen aufgebracht, wo mit erhöhtem Radverkehrsaufkommen zu rechnen ist und dem Radverkehr aus Platzgründen keine bessere Infrastruktur gegeben werden kann. Die “Sharrow” soll den Radelnden die ideale, sichere Position auf der Fahrbahn mit genug Seitenabstand zeigen und dem Kfz-Verkehr signalisieren, dass hier Radverkehr seinen Raum braucht. Ergebnisse des Pilotversuchs, der von der TU Wien und Prof. Knoflacher begleitet wird, soll es noch im Jahr 2014 geben. Diese Test-Stellen sind: Alser Straße (Feldgasse – Skodagasse), Nußdorfer Straße (Gürtel – Rufgasse) und Gumpendorfer Straße (Köstlergasse – Lehargasse). Ob die Wiener Sharrow ihre Ziele erreicht? Das liegt an der konkreten Umsetzung, wir werden uns das bald genauer ansehen! Die ersten Bilder davon sind jedenfalls alarmierend…

sharrow-empfehlg_RLO_screenshot

…weiterlesen »

IGF feiert 10 Jahre Jubiläum mit RADKULT WIEN Festival #3!

RADKULT WIEN, das Festival der internationalen Radkultur von 17.-19. Oktober, feierte mit insgesamt 1.000 BesucherInnen 10 Jahre Radlobby IGF! Mit der “Großen Nacht des Fahrradfilms” im Gartenbaukino am 17.10., die bei freiem Eintritt mit einer “Worldwide Cycle Shorts Selection” und  dem Klassiker “A Sunday in Hell” radfilmische Highlights auf die größte Leinwand Wiens zauberte. Am 18.10. folgten das Holycat-Race und Gold Sprint im Werk mit anschließendem Konzert von “Bock auf Kultur” und am 19.10. radelte der Vienna Tweed Ride zur Radliteratur-Lesung im WUK. Es war großartig!

kinoeingang_erwinpreuner_web

…weiterlesen »

Bahnübergang im Test: Wo bleibt Radfreundlichkeit?

Dieser Bahnübergang nahe der Ostbahnbrücke / Lobau in Wien ist laut Ö-Norm errichtet, die aber leider Bahnübergänge und -überfahrten für RadfahrerInnen gleich behandelt, trotz völlig unterschiedlichem Platzbedarf. Der Radlobby-Test zeigt ganz klar die Untauglichkeit der Übergang-Konstruktion für radfahrende Mütter  mit Kinderanhänger oder für Transporträder. Beide Fahrradtypen sind in Wien häufiger Bestandteil der Alltagsmobilität und keineswegs vernachlässigbare Nischenfahrzeuge. Dennoch wird dieser Bahnübergang für sie fast zur Sperre.

Natürlich müsste die Behörde nicht die Mindestabmessungen laut Ö-Norm nehmen, sondern könnte selbsttätig eine praktikable Lösung umsetzen, die allen Formen von umweltfreundlicher Radmobilität gerecht wird. Passierte aber (nicht nur) in diesem Beispiel nicht. Was wäre zu tun? Dieser konkrete Bahnübergang könnte zu einer sicheren Radüberfahrt adaptiert werden und die Ö-Norm könnte generell geändert werden. Wir bleiben dran, für barrierefrei Radmobilität für alle!

Fahrrad-Report Wien 2014: Stimmung verbessert sich.

Fahrrad-Report_Screenshot0Wien hat ihn, den Fahrrad-Report 2014 (download HIER). Ähnlich dem Bicycle Account aus Kopenhagen, der alle zwei Jahre erscheint (HIER) werden seit 2012 auch in Wien die RadfahrerInnen und Nicht-RadfahrerInnen über ihre Zufriedenheit befragt. Das Ergebnis lässt sich kurz zusammenfassen: Die Radfahr-Stimmung in Wien verbessert sich, die Infrastruktur sollte aber nachziehen! Radlobby-Mitglied Roland Romano, der hier für uns den Report analysiert hat, meint:Ich begrüße es sehr, dass zum zweiten Mal ein so breit  angelegtes Stimmungsbild von 4.600 Befragten eingeholt wurde.Offensichtlich ist, dass in jenen Bezirken, die weniger für das Radfahren tun (10,11,12,13,23) sind, die Leute seltener mit dem Rad  unterwegs als in radfreundlichen Bezirken (1-9,20). Radplanung ist und bleibt also Angebotsplanung.”

Der Report zeigt: Zuwächse gibt es vor allem bei jenen, die mehrmals pro Woche Rad fahren, einen leichten Rückgang hingegen bei Personen, die seltener als mehrmals pro Monat fahren. Das “Radfahr”-Klima hat sich gebessert, RadfahrerInnen steigen öfter auf das Fahrrad, leider gibt es Defizite bei der Infrastruktur, die behoben werden müssen um Wenig-RadlerInnen eine attraktive Option zu bieten.

…weiterlesen »

Autofreier Tag: 5.000 beim 8. RasenAmRing trotz Regens!

Rasen am Ring wurde bereits zum achten Mal von der Plattform “Autofreie Stadt” unter Beteiligung der Radlobby durchgeführt, wie immer am Internationalen Autofreien Tag dem 22. Sept. 2014. Diesmal wars ein Montag! Von 12 bis 19 Uhr und von der Oper bis zum Schottentor war der Ring von Autos befreit: Naturrasen statt Asphalt, Leben statt Stau, Picknick, Live-Musik, Infos, Kinderprogramm auf der begrünten autofreien Ringstraße. Der Regen hat zwar einen Strich durch die Erwartungen an hohe BesucherInnenzahlen gemacht, aber dennoch wurde sichtbar, wie lebenswert der Ring sein kann ohne Automassen. Die Plattform trat damit für einen autobefreiten Ring und gegen die umweltschädliche Lobau-Autobahn durch den Nationalpark Donau-Auen ein. Denn Autoverkehr kostet alle ÖsterreicherInnen Steuergeld, Lebensqualität und Gesundheit. Genießt mit uns Ruhe, Raum und gute Luft am Ring. So kann sich menschenfreundliches Stadtleben anfühlen!

RasenAmRing braucht noch weitere Spendenunterstützung HIER!

…weiterlesen »

« Ältere Beiträge