‘Anarchos’ gegen ‘Umweltschweine’
Fahrrad gegen Auto: Der Krieg geht weiter – Städtebund fordert reine “Fahrradstraßen”
Sind Fahrradfahrer Rowdies? Sind Autofahrer rücksichtslose Egomanen? Oder sind doch die FußgängerInnen das aggressivste Volk? Über polemische Feinheiten wie diese gab es Donnerstagabend angeregten Streit, als in der Wiener Planungswerkstatt zum Podium untert dem Motto „Rad-Rowdies, Bleifüße und Blindschliechen“ geladen wurde.
Die IG-Fahrrad war als Radlobby auf das Podium geladen und der Standard hat einen schönen Bericht dazu verfasst:
http://derstandard.at/?url=/?id=1240549992271

15% Radverkehrsanteil für Wien? Charta unterzeichnen!





28. April, 2009 um 10:49
Super, dass darüber berichtet wurde, schade, dass nicht in der print-Ausgabe und dass der interessantere Teil der Debatte, welche unterschiedlichen Wertvorstellungen hinter den Konflikten stehen, unerwähnt bleibt:
Meiner Meinung war die aufgeworfene Frage “Interesse oder Ideologie?” nur teilweise korrekt gestellt. Ideologie spielt teilweise eine Rolle: wer für eine egalitäre Gesellschaft ist, wird auch für gleiche Mobilitätschancen sein und daher Verkehrsträger mit geringer Zugangsschwelle vorziehen (Gehen, Radfahren, ÖV). Wenn wir aber nach den Konsequenzen aus 100 Jahren exponentiell wachsendem Verbrauch fossiler Energieträger fragen, sollte das nicht als ideologische Gechmacksfrage dargestellt werden. Der Schutz und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen ist das sicher nicht. (Die Frage, wie diese realisiert werden können, aber sehr wohl: durch Politik oder Markt?)
Da gibt es ein globales Interesse (Klimaschutz), dem einige mehr, andere weniger in ihrem alltäglichen Mobiliätsverhalten entsprechen, da bekommt der Ausdruck “rücksichtslose Egomanen” für AutofahrerInnen ja schon fast analytische Schärfe. Gehört hab ich ihn bei der Diskussion übrigens nicht.
…und wie üblich: Feuer im Forum! Hat sich wer die 200+ postings zu Gemüte geführt?