City-Querungen: Konzept muss bald Realität werden!

cityquer_klDrei Querungen für Radverkehr durch die Wiener Innenstadt wurden präsentiert, mit einem einleuchtenden Farbleitsystem, 3 guten Routenwahlen – und  3 Knackpunkten. Neben der unter Martin Blums Mitwirkung gekennzeichneten roten Route werden die zwei weiteren Routen durch die Wiener City in gelb und grün gehalten. Rot: Oper bis Uni; Grün: Burgtor bis Kai; Gelb: Stubentor bis Börse. Die Knackpunkte: Nur die rote Route ist bisher beradelbar, hier aber müsste die Herrengasse bis zur Freyung zur Fahrradstraße werden, um bei den engen Situationen gut nutzbar zu sein. Die gelbe und grüne müssen in unsren Augen heuer noch realisiert werden, vor allem im Lichte des “Grundsatzbeschluss Radfahren”, und hier warten zwei Engstellen der Lösung: In der Habsburgergasse braucht es eine Begegnungszone für Bus & Rad, in der Wipplingerstraße Parkplatzbefreiung für Rad-Gegenverkehr. Damit könnte die Innenstadt tatsächlich gequert werden!


Die erste Querung zieht sich von der Oper über die Augustinerstraße und die Herrengasse über die Freyung zum Schottentor. Die 1,4 Kilometer lange Strecke wird von 60 Piktogrammen auf der Straße und sieben Tafeln gekennzeichnet.

Radlobby-Verbesserung: Herrengasse zu Fahrradstraße machen!

Die zweite Querung verläuft vom Burgtor zum Franz-Josefs-Kai und ist in diese Richtung ebenfalls schon befahrbar. Die Fahrt in die Gegenrichtung ist bis auf Weiteres nicht möglich, weil die Lösung für die Passage des Grabens und der Habsburgergasse noch aussteht, so die städtische Radagentur in einer Aussendung. Ein Ansatz geht in Richtung einer Begegnungszone anstatt der reinen Fußgängerzone am Graben.

Radlobby-Verbesserung: Habsburgergasse zu Begegnungszone machen!

Die dritte Querung führt vom Dr.-Karl-Lueger-Platz beim Stubentor über die Bäckerstraße, den Hohen Markt
und die Wipplingerstraße zur Börse am Schottenring. Auch diese Durchfahrt ist bis zu einer sicheren Lösung nur von Südost nach Nordwest möglich, weil die Radfahrer noch nicht gegen die Einbahn in der Wipplingerstraße fahren dürfen.

Radlobby-Verbesserung: Wipplingerstraße-Engstellen von Parkplätzen befreien!

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Alec, 24. Mai, 2013, Kategorie: Allgemein.

3 Kommentare zu “City-Querungen: Konzept muss bald Realität werden!”

  1. Friedrich Fidelmayer schreibt:
    25. Mai, 2013 um 21:00

    hier in Berlin scheint jede FuZo für Rad frei zu sein (=geöffnet).

    in Dresden ist das auch so. Sogar um die grosse Semperoper. auch in der Altstadt. Niemand erschreckt wenn ein Radler kommt und springt vor oder zurück. alles fliesst und ist harmonisch. so sollte verkehr sein.

  2. reinhold schreibt:
    31. Mai, 2013 um 14:21

    nett. aber nicht mehr. macht letztlich nur sinn, wenn verkehr als komplexes system, das nicht an (bezirks)grenzen endet, gedacht wird. welche farben werden in den bezirken 2 bis 23 verwendet werden? und wer soll sich dann auskennen? lasst die farbtöpfe geschlossen! auf wiens strassen ist schon zu viel farbe, und zu viele schilder stehen dem verkehrfluss entgegen. bewegungsmuster entstehen und verändern sich nicht allein wegen markierungen und farben, häufig aber GEGEN leitzeichen.

  3. IGF – Interessengemeinschaft Fahrrad - Verbesserung an Citydurchfahrt beim Lugeck schreibt:
    10. März, 2015 um 13:41

    […] Jahr 2013 wurden drei Innenstadtquerungen in einem Plan zusammengefasst; wir berichteten. Die Route “Citydurchfahrt 3″, die vom Stubentor über den Hohen Markt bis zur Börse […]

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