Der RADventkalender 2012: Literadur bis zum Christkind!

Bei unserem Adventkalender gibt es weder Supersüßigkeiten noch Megagewinnchancen, dafür öffnen wir jeden Tag ein Fensterchen zum Einblick zwischen Buchdeckel, die Kleinodien der radzentrierten Gedanken verbergen. Zitate von rhetorischer Radrelevanz, großen Geistern oder spitzer Scharfzüngigkeit werden wir hier auffädeln wie ein Kettenglied ans andre, bis der Heilig’ Abend neue Radbücher bringt! Oder gar noch ein Rad? Das weiß nur das Christkind, wir überbrücken die bange Wartezeit bis dahin mit unserem RADLOBBY-RADventkalender. Und nicht aufs Radeln vergessen, denn das hält besonders im Winter warm! Hier geht’s los…

24.Dezember:
Liebe ist..wenn er ihr auch mal sein Rad borgt.”
(Panda E.)

21.-23.Dezember:
Was würde das Fahrrad wohl bedeuten, als Hieroglyphe auf einem ägyptischen Obelisk? Bewegung oder Ruhe? Das Flüchtige an der Zeit oder die Ewigkeit? Es würde mich nicht wundern, wenn es für die Liebe stünde.”
(Curzio Malaparte: Das Lächeln des Fahrrads, 1949)

20.Dezember:
Das Meer der sich im Kreis bewegenden RadfahrerInnen war überwältigend. Ich stieg auf mein Rad, fädelte mich in den Strom und wurde sofort verschlungen vom Lärm der Klingeln und Hupen. Die Fahrt hatte begonnen!”

(Travis H. Culley über die Critical Mass Chicago in “Der Fahrradkurier”)

19.Dezember:
Das Fahrrad hat mehr Bewegung in Sitten und Moral gebracht als alles andre davor. Unter seinem Einfluss erblühten Wochenenden, stramme Beine, Kraftausdrücke, Gleicheit der Geschlechter und gute Verdauung.”

(John Galsworthy in “On Forsyte Change”)

18.Dezember:
Ich schwang ein Bein über das Rad und schon rollten wir los. Da war mein vertrauter Blick auf die Welt: Schneller als ein Fußgänger,langsamer als ein Zug, höher als ein Auto, niedriger als ein Flugzeug. Mein Rad wirkte irgendwie lebendig, als hätten ihm die Händer der Menschen, die es gebaut hatten, Leben eingehaucht.”

(Robert Penn, in “Vom Glück auf zwei Rädern”)

17.Dezember:
“Viele Autofahrer vergessen, was sie gerade tun. Radfahrende vergessen das nie. Man ist in sein Tun eingebunden. Mag sein, dass Radfahrende weniger geschützt sind, aber das macht sie sicherer: Sie denken.”
(Bike Snob Book, S. 103f)

15.&16.Dezember:
“Gäbe es mehr Träumer, hätten wir heute keine achtspurigen Autobahnen oder Innenstädte, die die autonome Fortbewegung zur lebensgefährlichen Unternehmung machen.”
(Matthias Schmid, in “Vorfahrt für das Fahrrad”)

14.Dezember:
“Das Fahrrad erhob die autogene Mobilität des Menschen in eine neue Ordnung, jenseits derer ein Fortschritt kaum noch möglich ist.”(Ivan Illich)

12.&13.Dezember:
“Meinen radfahrenden Schwestern möchte ich übermitteln, dass ich ein Fahrrad mit Durchstieg fuhr und nie die Zeit oder den Ort fand, wo ich geneigt gewesen wäre, meine Röcke abzulegen und in Bloomerhosen aufzutreten.”
(Margaret Valentine Le Longin “Allein durch Amerika”, 1898)

11.Dezember:
“Die Wahrheit schmerzt, habe ich Recht? Ok, natürlich nicht so, wie auf ein Fahrrad ohne Sattel zu springen, aber sie schmerzt.”
(Leslie Nielsen in “Die nackte Kanone 2 1/2″)

10.Dezember:
“Sie fuhr vor ihm her, schlank und aufrecht saß sie auf dem Sattel und wandte sich manchmal mit einem freundlichen Lächeln nach ihm um, ob er ihr auch folgte.”
Emile Zola, Marie zu zweit allein, 1898

7.-9.Dezember:
“Ich habe es Ihnen gesagt, es ist eine Religion. Wir Radfahrer haben das “richtige Leben” erkannt, und das macht die Beine flink, das Auge fröhlich, die Lungen weit und lässt uns im Herzen jung bleiben.”
Jacques Faizant: Albina und das Fahrrad, 1968

6.Dezember:
“Mein Vater und der Sommer sind schuld daran, dass ich überhaupt schwimmen kann. Vor hatte ich es nicht. Gehen genügte mir, laufen, springen, Fahrrad fahren!”
(Andrea Maria Dusl, in “Ins Hotel konnte ich ihn nicht mitnehmen”, S.79)

5.Dezember:
“Die Zukunft gehört dir, du Scheißdrahtesel!”
(Paul Newman in “Butch Cassidy und Sundance Kid”)

4.Dezember:
“Besorg dir ein Fahrrad, du wirst es nicht bereuen! Falls du überlebst.”
(Mark Twain in der Zeit der Hochräder)

3.Dezember:
“Hin und wieder sprach ich mit meinem Fahrrad, streichelte die Querstange, als wäre sie die Mähne eines Pferdes: Los, tüchtig, weiter so!”
(Andrea Camilleri in “Von der Liebe zum Radfahren“)

1. & 2. Dezember:
“Radfahrenden nachzurufen, sie sollen von der Fahrbahn verschwinden, ist wie Frauen zu sagen, sie sollen raus aus der Wahlzelle und zurück in die Küche!”
(Bike Snob Book, S.99)

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Alec, 17. Dezember, 2012, Kategorie: Allgemein.

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