Einsparungen im Gesundheitswesen durch Radverkehrsförderungen wären massiv!
Internationale Studien belegen ein massives Einsparungspotenzial im Gesundheitswesen durch Investitionen in die Radverkehrsförderung: Jeder Euro, der für den Radverkehr ausgegeben wird, bewirkt 3 bis 5 Euro Einsparung im Gesundheitswesen.Bis zum Jahr 2013 hat die österreichische Regierung aktuell beschlossen, sechs Milliarden Euro einzusparen – wo dieses Geld aber genau eingespart werden soll, ist noch offen. Die gesamten verkehrsbedingten Gesundheitskosten in Österreich betragen nach einer aktuellen VCÖ-Studie 2,3 Milliarden Euro pro Jahr, wobei die Kosten, die aufgrund von Bewegungsmangel entstehen, noch nicht eingerechnet sind. Mirko Javurek von RADLOBBY.AT stellt fest: “Durch eine gezielte Radverkehrsförderung können massive Einsparungen im Gesundheitswesen erzielt werden – zum Wohle der Steuerzahler und der Umwelt – eine Win-Win-Win Situation”.
In Österreich werden viele Wege, die sich leicht mit dem Fahrrad zurücklegen ließen, mit dem Auto zurückgelegt: die Hälfte aller Autofahrten sind kürzer als 5 km, und für 40 % aller Autofahrten besteht laut Erhebungen kein objektiver Grund, dass sie nicht mit dem Fahrrad zurückgelegt werden könnten. Durch gezielte Radverkehrsförderung könnte hier also ein enormes Verlagerungspotenzial ausgeschöpft werden, das nicht nur zu einem klima- und umweltfreundlicheren Verkehr, sondern auch zu einer Steigerung der Volksgesundheit beitragen kann. Forscher der britischen Initiative “Cycling England” haben berechnet, dass jeder Euro, der für den Radverkehr ausgegeben wird, 3 bis 5 Euro Einsparung im Gesundheitswesen bewirkt.
Fördermaßnahmen für den Radverkehr bestehen neben baulichen Maßnahmen zu einer radfahrfreundlichen Umgestaltung des Straßenraums vor allem auch in einer verstärkten Bewusstseinsbildung für das Radfahren z.B. durch Imagekampagnen. Hier besteht in Österreich noch großer Handlungsbedarf!
Damit übernimmt die IGF hier eine Presseaussendung von Radlobby.at

15% Radverkehrsanteil für Wien? Charta unterzeichnen!




30. Januar, 2010 um 16:31
Leider ist unsere Politik ziemlich feig, und setzt überall nur vorsichtige Defensivmaßnahmen, statt Probleme offensiv anzugehen. So wie für die Behandlung von Bewegungsmangel und Atemproblemen hunderte Millionen ausgegeben werden, bekommt der Radverkehr nur einen winzigen Bruchteil davon. Das ist wie beim Rauchen, das den Staat (laut zahlreichen Studien) hunderte Millionen im Jahr kostet, aber statt ordentliche Prävention zu machen oder ordentliche Gesetze zum Nichtraucherschutz wird rumgepfuscht. Feig ist das, und ziemlich erbärmlich.
Ich hoffe nur, dass irgendwann eine Generation von Verkehrspolitikern kommt die solche Dinge verstehen. Die derzeitigen, fünfzig-, sechzigjährigen Planer sind in der Zeit der ärgsten Autoverehrung sozialisiert worden, und verhalten sich auch entsprechend.