Radlerin von LKW getötet: Ghostbike-Ride vom 23.10.

21. Oktober, 2014

Dienstag 21.10. vormittags wurde eine Radfahrerin in Wien Favoriten von einem LKW tödlich überrollt. Der Unfallort war an einer jener vielen Rad-unfreundlichen Stellen in in Wien-Favoriten, die dringenden Verbesserungsbedarf aufweisen: an der Kreuzung der Laxenburger- mit der Gudrunstraße. Die Polizei schildert den Unfall so: “Ersten Erhebungen zufolge dürfte die 20-jährige Radfahrerin an vor der Kreuzung stehenden Kraftfahrzeugen vorbeigefahren sein, um sich unmittelbar vor einem LKW als Erste in der Kolone einzureihen. Nachdem die Ampel Grünlicht zeigte, sollen sich die Radfahrerin sowie der LKW-Fahrer in Bewegung gesetzt haben. Der 44-jährige Fahrer dürfte die Radfahrerin nicht gesehen haben und erfasste sie mit seinem Fahrzeug, wodurch die 20-Jährige tödlich verletzt wurde.” Es liegt also wohl einer jener LKW-Unfälle vor, die auf den berüchtigten “Toten Winkel” zurückzuführen sind, der auch vor der Fahrerkabine auftreten kann.

Als Beileidsbekundung an die Hinterbliebenen und Zeichen gegen die tödlichen  Gefahren des KFZ-Verkehrs wurde am 23.10. ein “Ghostbike” temporär an der Unfallstelle errichtet. Ghostbikes sind weiße Mahn-Räder (Intl. Erklärung), die weltweit bei solchen traurigen Anlässen zum Einsatz kommen. Auch die trauernde Familie und FreundInnen waren bei der Errichtung des Ghostbikes anwesend:

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Ghostbike gedenkt tödlichem Radunfall in Wien

27. Januar, 2014

Aufgrund des tödlichen Unfalls eines Radfahrers am 10.1.2014 hat eine Gruppe von AlltagsradlerInnen auf Privatinitiative zum Andenken ein “Ghostbike”, also ein weißes Mahn-Rad (Intl. Erklärung), an der Unfallstelle errichtet, das für die Dauer eines Monats dort stehen soll und dann von den InitiatorInnen wieder entfernt wird. Der Unfall an der Erzherzog-Karl-Straße (Ecke Arminenstraße) in Wien-Donaustadt fand zwischen einer Straßenbahn und einem 76jährigen Radfahrer statt (Details). Radfahren in Wien ist sehr sicher, im Vergleich zu anderen Großstädten ist die Unfallrate mit Todesfolgen im Jahresschnitt (ca 1) gering. Dennoch ist dieser bedauerliche Todesfall geschehen. Auch von uns herzliches Beileid an die Hinterbliebenen.

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Ghost Bikes: 8 Mahnmale von der Stadt Wien entfernt!

3. März, 2009

ghostbike_johnstr_weg Fahrrad-AktivistInnen errichteten am 28.2.2009 an 5 Unfallstellen Ghost Bikes. Damit erinnerten insgesamt 8 dieser Mahn-Räder in Wien an Opfer des motorisierten Stadtverkehrs – für zwei Tage. Am 3.3. waren sie wieder verschwunden.

Protestbrief und Onlinepetition für Ghostbikes

Wenige Tage nach dem Ghost Bike Ride vom 28.2. hatte die Stadtverwaltung schon ihre fehlende Sensibilität unter Beweis gestellt. Trotz (oder gerade wegen?) der Vorinformation an die Bezirksverwaltungen wurden am 3.3. fast alle Ghost Bikes entfernt! – sowohl 4 der 5 neu aufgestellten GBs (am Hernalser Gürtel, an der Erdbergerlände, an der Schweglerbrücke und am Wiedner Gürtel) und alle 3 GBs in der Leopoldsstadt, die dort an die tödliche Unfallserie vom Oktober 2008 erinnerten.

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Ghost Bikes: Am 28.2. wurden 5 Mahnmale für Fahrrad-Unfallopfer in Wien errichtet

3. März, 2009

ghostbike13 RadfahrerInnen verloren 2008 in Wien durch Kollisionen mit LKWs ihr Leben, im Zeitraum der letzten neun Jahre waren es 21 Unfälle in Wien, die mit tödlichen Folgen für Radfahrende geendet haben. (Zahlen: Bundesanstalt Statistik Österreich, MA46) .

Um diese tragischen tödlichen Unfälle sichtbar zu machen und generell eine erhöhte Wahrnehmung für RadfahrerInnen im Fließverkehr zu fordern, werden wie in vielen anderen Städten dieser Welt auch in Wien “Ghost Bikes” aufgestellt. Unter “Ghost Bike” versteht man ein weiß bemaltes Fahrrad, das mit einer Informationsplakette versehen an einem Ort aufgestellt wird, an dem einE RadfahrerIn durch einen Zusammenstoß ums Leben kam. Das erste Ghost Bike wurde 2003 in den USA errichtet. Seine Nachfolger sind nun schon in über 30 Städten weltweit zu sehen, in Österreich in Wien, Graz und Wiener Neustadt.

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