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12. August, 2011
Alle Radfahrenden kennen die Situation: Ein Moped nützt den Mehrzweck- oder Radstreifen, um an der Ampel an der KFZ-Kolonne vorbeizukommen. Ist das legal, fragt auch dieser Radler uns: “Ich hatte eben am Weg ins Büro eine kurze Unterhaltung mit einem Motorradfahrer, der einen Fahrradstreifen blockierte weil er versuchte, sich an den Autos vorbeizuschlängeln. Naja, bei einer Ampel hab ich ihn dann gefragt, ob er den Radstreifen nicht den RadfahrerInnen überlassen will und bekam als Antwort, dass KFZ den Streifen bei “Bedarf” ja benützen dürfen. Nun, seit vorhin stellt sich mir eben die Frage ob es ein wohl ein legitimer “Bedarf” ist?” Nein, ist es nicht! Das sagt nämlich die StVO…
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8. August, 2011
Der Ring-Radweg stellt nicht nur eine der wichtigsten Radrouten für WienerInnen dar, sondern auch dauerschwelenden Konfliktherd zwischen FußgängerInnen und Radverkehr. Im Zuge der stetigen Radverkehrssteigerungen in Wien, die auch v.a. am Ring spürbar werden, stoßen die dort existenten Radwegdinosaurier an ihre Grenzen, daher präsentierte die Stadt Wien schon unter SR Schicker eine vermeintliche Lösung: Verdopplung der Radwege auf der Ring-Außenseite – und damit eine Verdopplung der Probleme, wie wir meinen. Dennoch – sie wird umgesetzt, und ohne erkennbares Dazulernen werden entgegen der Empfehlungen der IGF vorgezeichnete Problemzonen geschaffen, wie soeben am Eck zum Schwarzenbergplatz. Kann hier noch jemand zur MA-Notbremse greifen?
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5. August, 2011
Mit 1.August beginnt unsere heurige Sommeraktion mit ermäßigten Mitgliedspreisen! Mitgliedschaften für den Rest des Jahres 2011 können ab nun um 10€ statt 16€ abgeschlossen werden – und zwar wie immer ganz simpel online und per Überweisung! Mit dieser Mitgliedschaft erhält man eine Basis-Haftpflichtversicherung und unterstützt die verkehrspolitische Tätigkeit der Radlobby.IGF, darüber hinaus kann man für einen umfassenden Versicherungsschutz für Schadens-und Rechtsfälle die VersicherungPLUS abschließen. Dazu mehr hier Abschluß auch direkt im Mitgliedsformular.
3. August, 2011
Die Verkehrskommission des Bezirks Alsergrund hat bereits 2009 für Pläne gestimmt, einen Mehrzweckstreifen in der Währinger Straße im Bereich zwischen Schwarzspanierstraße und Rooseveltplatz einzurichten. Da dies im Zuge von Arbeiten an Wasserleitungen passiert, so Bezirksvorsteherin Martina Malyar, kostet die Einrichtung dieses Mehrzweckstreifens den Bezirk keinen Cent. Eine BürgerInneninitiative, getragen von Kaufleuten, die um autoparkende Kundschaft fürchtete statt radfahrende Wirtschaftskraft zu erkennen, hatte dennoch ihre Stimmen dagegen erhoben. Dabei braucht der Alsergrund gerade dort eine sichere Lösung für die zahlreichen Radfahrenden! Dieser Standpunkt hat sich dann auch in der BürgerInnenversammlung am 28.7. durchgesetzt.
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22. Juli, 2011
Der mediale Diskurs und die öffentliche Meinung sind sich einig: Radfahrende sind undiszipliniert, missachten Verkehrsregeln und vor allem Rotlicht. Eine Statistik des Wiener Instituts für Verkehrsforschung FACTUM zeigt auf, dass dem subjektiven Empfinden gegensätzliche objektive Daten gegenüberstehen: Fast zehnmal mehr AutolenkerInnen als RadlerInnen missachten rote Ampeln! Bei einer 18stündigen Beobachtung in Wien hatten 221 Autos die rote Ampel ignoriert – und nur 33 RadfahrerInnen! Ebenso steht es um die Behinderung von FußgängerInnen: 111 KFZ hatten den Schutzweg blockiert und nur 28 Räder waren am Gehsteig unterwegs. Die Zielrichtung für “Knigges” sollte also klar sein!
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19. Juli, 2011
Die Wiener Polizei überrascht in letzter Zeit regelmäßig mit Presseaussendungen und Maßnahmen, die an einige sommerliche Phänomene denken lassen: Sommerloch, Sonnenstich, Hitzschlag. Kann es tatsächlich sein dass dieselbe Exekutive, die über Personalmangel klagt, harmlose RadsünderInnen jagt statt zahllose KFZ-Raketenpiloten? Dass angesichts von KFZ-Alko-Statistiken auf reinen Fuß- und Radwegen wie dem Donaukanal nächtliche Planquadrate durchgeführt werden? Dass in plattestem Populismus der Schutz von Touristen am Ringradweg durch Polizeikontrollen hergestellt werden soll, obwohl dort Konfliktlösung nur durch verkehrsplanerische Entflechtung von Rad- und Fußverkehr machbar ist?
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14. Juli, 2011
Eine neue Allianz für praxisnahe und radfreundliche Gesetzgebung präsentierte sich heute in Wien der überaus geneigten medialen Öffentlichkeit: Maria Vassilakou, Wiener Vizebürgermeisterin und grüne Verkehrsstadträtin, und Doris Bures, SP-Verkehrsministerin, baten zur Pressekonferenz zum Thema “Initiativen zur Stärkung des Radverkehrs”. Das macht doppelt neugierig: Kann die neue grün-rote Gemeinsamkeit in punkto Radverkehr aus der Hauptstadt in den Bund überschwappen? Und: was könnte damit gemeint sein? Erwartbarerweise waren es die beiden Themen, die schon lange Forderung der Stadt Wien, der Grünen Partei und auch im Begutachtungsentwurf für die StVO des BMVIT waren: Flexibilisierung der Radwegbenützungspflicht und Fahrradstraßen.
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3. Juli, 2011
Der Donaukanal als ein zentraler Erholungs- und Verkehrsraum der Stadt lockt besonders in der warmen Jahreszeit zahlreiche Menschen an seine Ufer. Als attraktive Verbindungsmöglichkeit zwischen Nussdorf und Alberner Hafen und ampelfreier Zubringer in die Innenstadt wird er auch gerne von RadfahrerInnen frequentiert. Wenn viele NutzerInnen mit unterschiedlichen Interessen zusammen kommen, kann es zu Konflikten kommen. Die IGF beteilgt sich daher gemeinsam mit Walk-Space am Aktionstag am 8.7. mit Veranstaltungen unter dem Motto “FAIRer DIALOG von Rad und Fuß”. Ebendort präsentieren wir die Ergebnisse einer IGF-Umfrage aus 2010 zur Donaukanal-Situation, die eine Entflechtung der Nutzergruppen Freizeit- und Berufsverkehr nahelegt – und damit eine brauchbare Radverkehrslösung auf Kai-Niveau zusätzlich zur Rekreationszone am Ufer.
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28. Juni, 2011
Und dieseR braucht genügend MitarbeiterInnen, Pouvoir, Budget und Bewegungsfreiheit. Denn dessen Rolle darf weder Feigenblatt noch Sprachrohr bleiben sondern muss in der Verwaltung gut eingebettet sein, mit allem Nötigen ausgestattet und vor allem eines haben: die umsetzungsorientierte Vision der fahrradfreundlichen, autoreduzierten Stadt als Ziel. Naja, und dann noch den Biss daran ein Jahrzehnt zu arbeiten – und die Unterstützung der gesamten Stadtverwaltung und -regierung. Unabhängig von der Größe derer Dienstwägen! Denn nun hat Verkehrsstadträtin Vassilakou diesen Posten ausgeschrieben, die Medien haben sich darauf gestürzt und eine Diskussion ist entfacht, auf die es nur eine Antwort geben kann: Ja, Wien braucht eine durchsetzungsfähige Radverkehrsleitstelle mit einem tatsächlich radbegeisterten Menschen an der Spitze und einem zielstrebigen Programm, wie 10% Radverkehrsanteil 2015 Realität werden können.
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1. Juni, 2011
MIt 1. Juni ist die StVO-Novelle in Kraft getreten, die im Neusprech als eine “Radverkehrsnovelle” angekündigt wurde, dementsprechend durch einen “Unterausschuss Radverkehr” im BMVIT begleitet wurde und in ihrer Umsetzung zuerst von einer mangelhaften Ausformulierung der BMVIT-Juristen geschwächt und sodann vom Koalitionsgegner ÖVP genüsslich abgeschossen wurde – bis auf Überbleibsel. Eines davon, am umstrittensten und wohl auch am kontraproduktivsten: Die Helmpflicht für Kinder bis 12 Jahren. Sie gilt nun aber ohne Strafkonsequenzen, was von der Verkehrsminsterin mit “Bewusstseinsmaßnahme” euphemisiert und einem Panikmache-Video beworben wird.
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