RadKummerKasten – Der neue direkte Draht zur Stadt Wien!
Wie oft passiert das AlltagsradlerInnen: Ein Stück Mehrzweckstreifen fehlt genau dort wo man ihn braucht, eine Baustelle versperrt ohne Umleitung den Radweg, durch Radwegeplanung hervorgerufene Konflikte häufen sich, neben der schneegeräumten KFZ-Fahrbahn türmt sich der Gatsch am Radweg, direkt vorm Lieblingskino fehlen die Radbügel… Was individuelles Ärgernis ist kann auch zur Anregung an die Zuständigen der Stadt Wien werden, im Sinne der Radverkehrsfreundlichkeit für Abhilfe zu sorgen. Das geht nun unkompliziert mit dem RadKummerKasten der Radlobby IGF! Situation beschreiben, Foto dazu, betroffenen Bezirk auswählen – und ab geht die Post direkt an die Zuständigen!
Mit diesem Mail-Tool wollen wir eine bessere und nachvollziehbare Kommunikation mit den Stellen der Stadt Wien herstellen, die genau die Zuständigen anspricht. Radverkehrsagenden in Wien sind je nachdem Bezirks- oder Rathauszuständigkeit, für akute Fälle ist der Bürgerdienst Ansprechpartner, für Radwegekoordination ist die MA46 zuständig, für Radverkehr allgemein die neue Leitstelle der Baudirektion und für Öffentlichkeitsarbeit die ebenso neue Radagentur. An all diese Adressen geht Ihre Anregung einfach mit einem Mausklick! Die genaue Empfängerliste finden Sie hier, Sie selbst bekommen natürlich ein Bestätigungsmail und die Zuständigen können direkt an Sie und die Radlobby IGF Rückmeldung über Lösungsansatz und Fortschritt geben.
>> Hier geht’s weiter zum brandneuen RadKummerKasten !










8. Dezember, 2011 um 09:24
Täglich habe ich Kummer mit Radfahrern! Sie halten sich nicht an Verkehrsregeln, fahren bei rot über Kreuzungen, fahren auf dem Gehsteig und schimpfen die Fußgänger, wenn diese nicht sofort ausweichen! Ich denke es reicht!wo bleibt hier die Komtrolle und wann wird auch hier so rigoros gestraft wie bei den Autofahrern?
8. Dezember, 2011 um 14:11
Es wird ab dann so hart gestraft, wenn die negativen Auswirkungen des Radverkehrs so hoch sind, wie gegenwärtig jene des Pkw-Verkehrs. Wenn die Toten- und Verletztenanzahl so hoch ist, wenn die Umweltauswirkungen so katastrophal sind … dann wird gestraft.
Lesen Sie z.B. hier:
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Wieder-Horror-Crash-in-Wien-Fussgaengerin-von-Taxi-erfasst-Tot/43359959
http://www.krone.at/Nachrichten/Pkw-Lenker_toetet_Fussgaenger_-_und_fluechtet!-Hinweise_erbeten-Story-23658
http://derstandard.at/1317019676298/Wien-Neubau-Fussgaengerin-von-Pkw-gerammt-und-getoetet
8. Dezember, 2011 um 14:53
super, dass es endlich eine zentrale Möglichkeit gibt, anliegen an Bezirke, Radkoordinatoren und Stadt Wien heranzutragen.
Hoffentlich verschwinden nicht alle Mails mit dem Betreff “kummerkasten” in der Ablage, sondern werden tatsächlich bearbeitet. Da wär ein Monitoring nicht schlecht, wobei der Zeitaufwand dafür unverhältnismäßig hoch ist. …
@Rainer: das riecht ja nach verdammt viel Kummer. Als Lösungsvorschlag rate ich, einmal durch Wien mit dem Rad zu fahren. das macht spass, ist leise und emissionsfrei. durch die Gehsteig-Radwege wurde das Fehlverhalten, was du beschreibst ausgelöst. in dem sinne … bike on!
8. Dezember, 2011 um 16:12
Hallo Rainer,
jährlich werden über 100 Fußgänger und Radfahrer durch Autofahrer geschlachtet. In Wien zuletzt 2x hintereinander im Oktober, als Autofahrer bei “dunkelgelb” in die Kreuzung einfuhren.
Die Frage, wieso Fußgänger am Radweg gehen und von Radlern weggebimmelt werden ist einfach erklärt: Radwege werden wie Gehwege errichtet – versteckt, verschwenkt. Dadurch kommen Fußgänger auch nicht auf die Idee, dass sie eigentlich auf einer Fahrbahn gehen. Sie dürfen ja auch nicht auf einer sonstigen Fahrbahn gehen..
Warum Radfahrer am Gehsteig fahren ist auch schnell geklärt: Weil sie sich auf der Straße nicht sicher fühlen. Die Ursache ist also weniger am Radfahrer sondern mehr an der Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr zu suchen. Doch wo wird hier kontrolliert geschweige denn gestraft?
Ich möchte Ihnen empfehlen, einmal mit dem Rad statt dem Auto durch Wien zu fahren!
8. Dezember, 2011 um 18:56
Hallo Rainer
Na wenn du da so viel Kummer hast mit den Radlern pass auf das du da mal nicht verkümmerst.
Sei doch froh das immer mehr mit dem Rad fahren, umso weniger Autler sind dann unterwegs, umso weniger Stau usw…..und umso schneller kommst auch du mit deiner Karre voran, umso mehr Parkplätze gibt es für deinen Stinker. Du musst das mal von der anderen Seite sehen!
Und noch was: Hast du schon mal eine Autofahrt gemacht wo du dich 100% an die Verkehrsregeln gehalten hast? Sicher nicht, die meisten kennen nicht einmal die Hälfte aller Regeln. Und dabei haben doch alle den Führerschein gemacht und sollten doch die Regeln kennen. Wir Radler haben keine Toten zu beklagen (Direkt und indirekt nicht)!!!
9. Dezember, 2011 um 20:28
“Keine Toten zu beklagen” stimmt nicht. Es kommt auch bei Radlern zu tödlichen Unfällen ohne Fremdeinwirkung, wenn auch aufgrund der geringeren kinetischen Energie viel seltener. Der Grund für den Kummer mit Radlern ist ganz einfach:
1. Radler sind im Allgemeinen keine besseren Menschen und verstoßen genauso gegen Verkehrsregeln wie Autofahrer.
2. Radler werden nicht als Fahrzeuglenker wahrgenommen und erzogen. Also benehmen sie sich oft auch nicht so. Dazu trägt auch bei, dass sie sich ihres geringeren Gefährdungspotentials bewußt sind.
3. Unzureichende Selbstwahrnehmung: Der Mensch neigt dazu, die Fehler immer stärker bei anderen als bei sich selbst zu sehen. Als Hordentier versucht man sich außerdem einer Gruppe anzuschließen, so dass ein “wir” gegen “die” Gefühl entsteht.
Zur Strafung und Kontrollen: Der Kontrolldichte in Wien ist allgemein gefühlt sehr gering. Das ist auch grundsätzlich OK, wenn man in keinem Polizeistaat leben will und solange die Zahl der Verkehrsopfer nicht ansteigt. Werden Radler bei Vergehen ertappt, können auch sie empfindlich gestraft werden. Das Strafen teilweise geringer als bei Autolenkern sind ist richtig, da die Fremdgefährdung viel geringer ist. Entsprechend werden auch an LKW- und Buslenker strengere Maßstäbe angelegt als an PKW-Lenker.
Völlig zurecht!
Besser als Strafung wäre aber Einsicht aller Beteiligten und die kann man nicht befehlen. Insgesamt ist das Radfahren in Wien schon recht sicher, schnell und entspannt. Es gibt eigentlich keinen Grund auf Gehsteige zu flüchten. Die Imagekampagnen scheinen disbezüglich auch schon zu wirken: Meinem Eindruck nach wächst die Toleranz der Autolenker und die Radler werden mehr.
12. Dezember, 2011 um 23:54
@Rainer Lonin: ich fahre selten und sehr kurze Wege auf dem Gehsteig, wenn es sehr viel sicherer ist oder ein Umweg allzu groß wäre, ich fahre defensiv und langsam, Fußgänger haben Vorrang (und ich brauche weniger Platz, als wenn ich das Rad schiebe) – leider sieht das eine kleine Minderheit von Radlern nicht so, das macht mir auch Kummer! Rücksichtslosigkeiten scheinen generell in unserer Gesellschaft zuzunehmen. Im Übrigen lief eine Fußgängerin bei Rot über die Ampel so dass ich mich verletzte und am Matzleinsdorferplatz fuhr mich eine Autofahrerin nieder – Knochenbruch und Fahrerflucht – in so einem Fall zahlt übrigens max. 3 Jahre lang ein Versicherungsfonds trotzdem den Schaden.
15. Dezember, 2011 um 12:10
leider haben der großteil der radfahrer kein wisser von der strassenverkehrsordnung. so gesehen gefährden sie sich, die fußgeher und den verkehr. was macht ein radfahrer im 3 spurigem straßenzug karlsplatz zum schwarzenbergplatz ganz links. er behindert ganz einfach den verkehr und gefärdet sich enorm. hier fehlt einem ganz einfach das verständniss was der sich dabei denkt.
15. Dezember, 2011 um 21:05
@ kalamies: das ist natürlich Unsinn!! Viele Radfahrer sind auch Autofahrer bzw haben einen Führerschein, kennen also die StVO. Es liegt aber in der Natur des Rades, dass sie sich mit menschlichem Mass, aus eigenem Antrieb fortbewegen, eine menschlich angepasste Geschwindigkeit haben, und keinerlei Regulation benötigen. Strassen und Ampeln sind ja etwas für Autos, nicht für Radler. Denn diese können ohne dem auskommen. in der Kärntnerstrasse gibt es ja auch keine Ampeln, denn die dortigen Fussgeher kommen auch ohne Regulierung aus, ohne zusammenzukrachen oder sich zu gefährden. Einfach mal die autozentristische Sichtweise ablegen, wenns noch geht.
19. Dezember, 2011 um 15:14
Hallo Sepp,
Muß dir leider Widersprechen. Ok. Angepasste Geschwindigkeit ja, unter den Radfahrern aber nicht am Gehsteig und mit Fußgehern. Da ist diese groß unterschiedlich. Du glaubst diese Radfahrer brauchen keine Regulation weil du der Meinung bist, Straße und Ampeln sind ja etwas für Autos, nicht für Radler. Warum ist dann in der StVO das Fahrrad als Fahrzeug bezeichnet? Also gilt die ganze StVO auch für Radler sowie auch für Fußgänger und hat sich deshalb auf Ampelzeichen zu halten. Warum soll ich die autozentristische Sichtweise ablegen, welche ich nicht habe, wenn ich als Fußgeher die Situation am Karlsplatz beobachtete? Auch am Schwarzenbergpark gesehen und erlebt, fahren die Radler am Fußweg obwohl es einen Radweg gibt. Ist für mich nicht verständlich warum sich die Radler nicht an Gesetze halten und die Fußgeher gefärden.