Radverkehr und ÖV legen zu, Auto verliert: Weiter so! Wie?

Die Wiener Linien haben ihre Modal Split Statistik 2011 veröffentlicht, also das Verhältnis der gewählten Verkehrsmittel in Wien. Erfreulich nachhaltige Nachrichten: Der Öffentliche Verkehr hat auf 37% der Wege zugelegt, und auch der Radverkehr auf 6% erhöht. Der Autoverkehr ist dagegen auf 29% zurückgefallen. Besonders imponierend sind die Radverkehrsanteile, wenn man sie mit 1993 vergleicht, denn seit damals gelang eine Verdoppelung des Radanteils von 3% auf 6%, der KFZ-Anteil lag damals noch bei 40% aller zurückgelegten Wege! Eine klare Tendenz hin zum sogenannten “Umweltverbund” Rad / Fuss / ÖV, der 2011 71% aller Wege bewältigte. Die Ziele im Radverkehr sind allerdings noch ambitionierter: Die erste Verdoppelung hatte 18 Jahre gedauert, die nächste soll laut Vizebürgermeisterin Vassilakou schon in 4 Jahren passiert sein: 10% RV im Jahr 2015. Dafür muss noch viel getan werden!

Diese Entwicklung zeugt auch ganz deutlich, dass sich Radverkehr und ÖV ergänzend verbessern können und dem unweltschädlichen KFZ-Verkehr den Rang ablaufen. Diese Intermodalität zu fördern und zu unterstützen, ist also ein probates Mittel zur Erhöhung der gemeinsamen Kunden, dafür könnten die Wiener Linien noch einiges tun! Weitere Mittel für das Verkehrsressort der Stadt Wien zur Erreichung des angepeilten Radanteils sehen wir vor allem in  zielorientierten, mutigen Weichenstellungen im Jahr 2012, die den Weg Richtung 10% vorgeben:

Denn Wien kann noch besser werden, den nötigen politischen Willen und budgetäre Konsequenz vorausgesetzt. Die Wiener Linien haben immerhin eine Summe von 474 Millionen Euro als zukünftige Investition angekündigt. Wie steht’s mit dem Radverkehr?

Alec, 15. Februar, 2012, Kategorie: Allgemein.

Ein Kommentar zu “Radverkehr und ÖV legen zu, Auto verliert: Weiter so! Wie?”

  1. Felix schreibt:
    19. Februar, 2012 um 20:12

    ein wichtiger Punkt ist glaube ich auch zu erwähnen, dass es sich nicht nur um den “Umweltverbund” sondern auch um den “staufrei” Verbund handelt

    jeder Rad/Fuß/Öffi Benutzer macht den Stau um ein Auto kürzer und schafft einen freien Parkplatz. Insofern können von diesen Weichenstellungen sehr wohl auch verbleibende Autofahrer profitieren. Wenn man das herausarbeitet, schafft man es vielleicht diesen leidigen Streit Rad gegen Auto etwas einzudämmen und kann gemeinsam an einem sinnvollen Konzept arbeiten.

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