Rasen Am Ring 2010 – Das Fest am autofreien Tag war spitze!

2010 fand’s zum vierten Mal statt: Rasen am Ring! Die Aktion am Internationalen Autofreien Tag für eine autofreie Stadt hat den Ring begrünt und ein Lächeln aufs Gesicht Tausender gezaubert. Die Radlobby.IGF machte wieder  gemeinsam mit vielen anderen Organisationen die Ringstrasse vorm Burgtor zu einer entspannenden Oase. Wir zeigten die Vorzüge einer autofreien Innenstadt mit einem für alle offenen Picknick auf Rasenflächen, die für einen sonnigen Nachmittag die Staustrecke Ring bedeckten.

Die Sonne schien wie im Hochsommer, alle Organisationen von IGF über Greenpeace, Global2000, VIRUS, Radwerkstatt.WUK, Rettet die Lobau, BK und LRK bis zur ARGE Schöpfung rollten gemeinsam Rasen, machten Essen und Musik, informierten über alternative Verkehrskonzepte und die Lebensfeindlichkeit der KFZ-Dominanz. Tausende Menschen genossen die Atmosphäre, das Medienecho war sehr positiv und die Ruhe am Ring äußerst entspannend.

Ein wunderbares Fest, 2011 kommen wir noch größer wieder!

Foto von Peter Provaznik für IGF

Foto von Peter Provaznik für IGF

Hier findet ihr Links zu einigen Medien und deren Berichten über RaR 2010:

http://wien.orf.at
http://video.vienna.at
http://derstandard.at/Ansichtssache
http://kurier.at
http://diepresse.com
http://www.oe24.at

Hier der offizielle Pressetext:

Anlässlich des autofreien Tags erobern die WienerInnen auch heuer wieder ein Stück Straße als Lebensraum für die BewohnerInnen dieser Stadt zurück. Die Dominanz des Autoverkehrs in Wien und seine katastrophalen Auswirkungen auf Klima, Lebensqualität, Gesundheit und Lebensraum haben ein unerträgliches Ausmaß erreicht.

Autos vernichten Lebensraum und Lebensqualität und gefährden unser aller Gesundheit. Das falsche Versprechen von mehr Freiraum und Lebensqualität durch das Auto kann insbesondere in der Stadt nicht eingelöst werden.  Es ist Zeit für eine Trendwende und eine neue Mobilität mit echtem Freiraum und mehr Lebensqualität:

•    weniger Autos und damit weniger Raum für Autos in Wien.

•    Lebenswerter, klimaschonender, schneller, billiger, staufreier und gesunder Verkehr mit Fahrrad, Öffis und zu Fuß.

•    Mehr Raum für jene Menschen, die in dieser Stadt leben

„Der Autoverkehr in Wien muss auf ein sinnvolles Maß reduziert  werden. Die öffentlichen Flächen müssen auch wieder den Menschen dieser Stadt zur Verfügung stehen.“ betonen die OrganisatorInnen von RasenAmRing.
Soeben ist die Stadt Wien dem europäischen Bündnis “Cities for Cyclists” beigetreten. “Wir erwarten uns, dass diesem erfreulichen Schritt konkrete Taten folgen, von denen alle WienerInnen profitieren werden. Denn eine Erhöhung des Radverkehrsanteiles zugunsten einer Senkung des Autoverkehrs hebt die Lebensqualität für alle!” bekräftigt Peter Pilsl,
Sprecher der Radlobby.IGF. Diese hat daher 5 zentrale Vorschläge zur Verbesserung des Radverkehrs in Wien ausgearbeitet, darunter vorgezogene Ampel-Halteflächen, flächendeckende Einbahnöffnungen und Fahrradstraßen.

Heute werden am Burgring zwischen Babenbergerstraße und Burgtor 500qm Naturrasen aufgelegt um gemeinsam ein buntes Fest mit Essen, Trinken, Picknick, Musik  zu feiern. Wir laden alle WienerInnen heute ein, ihr Auto zu Hause zu lassen und zu erleben, wieviel entspannter die Fahrt mit Rad und Öffis sein kann.

Alec, 20. September, 2010, Kategorie: Aktionen, Allgemein, Events, Rasen am Ring.

9 Kommentare zu “Rasen Am Ring 2010 – Das Fest am autofreien Tag war spitze!”

  1. NIK schreibt:
    20. September, 2010 um 15:42

    Staus und erhöhter CO2 Ausstoß
    “Wie nicht anders zu erwarten, haben die Verkehrsbehinderungen durch die Aktion ‘Rasen am Ring’ die Umwelt massiv belastet”, stellt ÖAMTC-Techniker Max Lang fest. Denn langsamer Stopp-and-Go Verkehr zieht einen erhöhten Kraftstoff-Verbrauch nach sich. Laut Berechnungen der Clubexperten ergab sich ein Mehrverbrauch von rund 3.000 Litern. Umgelegt auf die CO2-Bilanz heißt das nicht weniger als 7,5 Tonnen Mehrbelastung innerhalb kürzester Zeit.

    BRAVOOOOOOOOOOO GUTE IDEE SOWAS GSTOERTES ECHT

  2. dirk avenger schreibt:
    22. September, 2010 um 12:01

    na das ist aber lustig, wenn Idioten die keinen Cent Kfz-Steuer und Mineralölsteuer zahlen, also auch die Straßen nicht bezahlt haben, diese dann besetzen.

    Wahrscheinlich ist Euch nicht klar, dass wir nicht spasshalber mit dem Auto fahren.

    Wie würde es Euch gefallen, wenn wir Eure Radwege mit Autos besetzen?

  3. Wolfgang Radschiner schreibt:
    22. September, 2010 um 19:59

    Hallo!
    Ich hab heut wieder kurz mit erlebt, wie sich die Menschen mit Freude den öffentlichen Raum zu Eigen machen. Ein signalstarkes Ereignis, das zum Umdenken anregt.

    Jedoch: Der Slogan “Rasen am Ring” ist doppeldeutig – beabsichtigt?

    Ich würde fürs nächste Jahr vorschlagen:

    “Rasen statt rasen”

    Ich wünsche Euch ein starkes Durchhaltevermögen.
    Liebe Grüße,
    Wolfgang Radschiner

  4. caspar fuchs schreibt:
    23. September, 2010 um 10:25

    tolle idee, damit wurde dank stau auf der 2er linie asicher unheimlich viel co2 eingespart.
    da wäre rasen am ring im sinne eines autorennens auch nicht umweltschädlicher gewesen

  5. Alec schreibt:
    23. September, 2010 um 12:34

    an alle kritischen stimmen hier die aus dem runtergekurbelten fahrerfenster gepostet scheinen: ganz recht, der stau verursacht den C02 ausstoss, also jedes in betrieb genommene auto für sich, und nicht eine picknickzone am ring. und ja, die id…en sind alle steuerzahlenden die 60% der autoverkehrsgesamtkosten bezahlen, denn kfz-verkehr in .at ist nur zu 40% kostendeckend besteuert und be-mautet. also gäbs ein anrecht auf 60% aller verkehrsflächen zur eigenen gestaltung… :)… und höchte zeit für citymaut und autofreie zonen.

    schön wars am rasen am ring, jetzt wird dort leider wieder gerast… das wird sich ändern. :)

  6. peter schreibt:
    23. September, 2010 um 14:14

    wenn den leuten, die ned auto fahren der co2-ausstoss der leute vorgeworfen wird, die auto fahren, dann ist etwas ein bisschen komisch :)

    bleiben wir also bei den fakten:

    * es gibt wichtige autofahrten. die nicht einfacher u besser mit öffis, rädern oder zu fuss gemacht werden können. diese sollen weiterhin fahren.

    * die anderen ~90% der autofahrten in wien sind verzichtbar, egoistisch und kosten dem staat (also dich und mich) unglaublich viel geld und zerstören leben durch unfälle, abgase, feinstaub und lärmstress

    * in wien kommt mensch in den meisten fällen schneller und einfacher ohne auto voran. Autos machen sich den stau und die parkplatznot selber, weils einfach viel zu viele sind

    * wie schon oben erwähnt: autos sind nicht kostendeckend. die strassen werden zu 60% vom staat (also zB von mir) bezahlt und gehören rein rechtlich zB in wien der stadt, also allen menschen die da wohnen. wie kommen die autofahrerInnen die nicht einmal die Hälfte der direkten Kosten und gar nix zu den Folgekosten (Umwelt, Gesundheit) zahlen dazu, diesen Raum so mir-nix-dir-nix für sich zu beanspruchen? ist ja schon ziemlich frech, wenn man ein bisschen nachdenkt darüber.

    ALSO:
    autoverkehr auf ein sinnvolles mass reduzieren. mehr raum für menschen, weniger abgase, weniger lärm, weniger co2 und weniger steuergeldverschwendung für autos :)

    so schauts aus – wenn mensch die fakten anschaut !!

  7. wolfgangrehm schreibt:
    24. September, 2010 um 15:03

    Der ÖAMTC will also in einer seiner typischen „Milchbubenrechnungen“ ermittelt haben, dass Rasen am Ring 2010 zu einem zusätzlichen Treibhausgasausstoss von 7,5 Tonnen CO2 Äquivalenten geführt hat. SO ein Zufall dass das haargenau derselbe Wert ist, den sie auch 2009 schon berechnet haben wollten. Dabei gab es durchaus signifikante Unterschiede, etwa in der Dauer der Veranstaltung, heuer fiel auf der 2-er Linie eine Ampel aus, Stau gabs nur verbalen bzw. im Frühverkehr vor Beginn der Veranstaltung dem Vernehmen nach wegen eines Unfalls. Das alles hatte aber offenbar auf das eherne Berechnungsergebnis keinen Einfluss und daran kann gleich abgelesen werden welchen Praxiswert solche Kalkulationen haben.
    Abgesehen davon ist solche Erbsenzählerei ohnehin der falsche Ansatz. So hat Wien in der bisherigen Kyoto Periode um kumuliert 16,5 Millionen Tonnen C02-Äquivalente zuviel emittiert, großteils durch den Verkehr verursacht. Um dem wirksam zu begegnen braucht es eine massive Zurückdrängung des motorisierten Verkehr und damit das gelingt können schon mal Staus in Kauf genommen werden, allfällige Zusatzbeiträge sind in der Relation zum Gesamtproblem ohnehin Peanuts bzw. eine gute Zukunftsinvestition.

  8. Flo schreibt:
    27. September, 2010 um 19:37

    am coolsten find ich ja den satz von dirk avenger: “Wie würde es Euch gefallen, wenn wir Eure Radwege mit Autos besetzen?”

    gar nicht, passiert aber täglich, in ganz wien ;)
    http://vienna.mybikelane.com/

  9. Frühstück auf der Brücke schreibt:
    11. Oktober, 2010 um 22:34

    “Rasen am Ring” in AustrALia:

    Dort heisst’s halt “Frühstück auf der Brücke”.

    Und obwohl diese Brücke für den lokalen Verkehr wohl wichtiger sein dürfte als das Stückl Ring in Wien, ist trotzdem die Welt nicht untergegangen; meine sehr verehrten Herrschaften von Öamtc, Arbö & Co.

    http://ecosia.org/search.php?q=frühstück%20auf%20der%20brücke%20sidney

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