Lessons from Britain #5 – Reclaim the streets

12. Juni, 2012

Für die meisten von uns ist das Zurückerobern der Straßen für gewöhnlich mit ihrer Befreiung von Autos verbunden, um sie wieder benutzbar und erlebbar für jedermann und -frau zu machen. Ein hehres Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt. Leider ist dies meist ein nicht endenwollender Kampf, der einen leicht vergessen lässt, dass lebenswerte Straßen auch unüberwacht bleiben sollten und ins öffentliche Eigentum gehören. Anderfalls würde selbst die Abwesenheit von Autos, und demzufolge Verschmutzung und Lärm, sie nicht unbedingt zu verweilfreundlichen Orten machen, in denen sich jede und jeder willkommen fühlt und die öffentliches Leben fördern, zu dem im Besonderen auch Redefreiheit und Demonstrationen gehören.

Auch hierzulande in Österreich gibt es mittlerweile Tendenzen den öffentlichen Raum zu überwachen, die Begründungen dafür sind meist ähnlich – Verhinderung von Verbrechen durch Abschreckung. Ein Blick nach Großbritannien zeigt was diese Maßnahmen bringen: NICHTS. Sie kosten viel Geld und haben im schlimmsten Fall den gegenteiligen Effekt. Das Schüren von Angst und Unsicherheit bringt gewissen Gruppierungen Vorteile, aber sicher nicht der Allgemeinheit.

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