Geschichte
Ein langer Weg von der ersten Vereinssitzung über den stetigen Aufbau der Vereinsarbeit zu unserer Vollmitgliedschaft beim ECF (European Cyclists Federation) und einem Sitz in Gremien wie dem “Unterausschuss Radverkehr” des Verkehrsministeriums. Dies wurde ermöglicht durch immer präsenter werdenden Lobbyingaktionen, die uns und unsere Ziele immer besser und breiter transportierten – und es geht weiter, im 8.Jahr unseres Bestehens:
2011
Das Jahr 2011 begann mit einem Wechsel an zwei Vorstandspositionen, die langjährigen Stützen Peter Pilsl und Tom Glaser verabschiedeten sich und als neuer Vorstand wurden neben Alec Hager und Beatrice Stude nun Sonja Debenjak und Martin Rotter gewählt. Das Jahr wird im Zeichen des Schwerpunkt-Themas Bike To Work stehen, wofür die IGF eine bundesweite Kampagne lanciert. Daneben setzen wir unser gewohntes Engagement nicht nur fort sondern weiten es natürlich noch aus. Wien kann eine Radstadt werden, die neuen Konstellationen im Verkehrsressort sollten vieles ermöglichen, wir arbeiten mit voller Kraft daran mit!
2010
Das Jahr 2010 brachte eine Umorientierung sowohl innerhalb des Vorstandes des Vereins IG Fahrrad als auch in unserer Kommunikation nach außen: Um unsere Positionierung als verkehrspolitischer Verein aka “Radlobby” zu verstärken und damit auch Missverständnisse in der Wahrnehmung zu vermeiden, die die unterschiedlichen Strukturen und Ausrichtungen der IGF.Shops und unsere vermischten, beschloss die Generalversammlung eine Umbenennung in “Radlobby.IGF“. Unsere User stimmten über eine neue Logo-Farbe ab, diese wurde nicht unerwartet die selbe wie jene der Österreich-Plattform “Radlobby.at”, deren Bildung wir massiv mitbetrieben hatten. Radlobbying muss gemeinsame Bundessache werden!
Auch personell wurde die Radlobby.IGF umbesetzt, Beatrice Stude wurde statt Shop-Geschäftsführer Wolfgang Leitner in den Vorstand gewählt, neben Alec Hager, Peter Pilsl und Tom Glaser. Neben diesen AkteurInnen können wir immer mehr Aktive bei unserenJour Fixes begrüßen, die unsere Aktionen gemeinsam entwickeln und mittragen. Darunter die Lastenradübersiedlung oder die Forderung nach vorgezogenen Rad-Halteflächen.
Thematisch haben wir uns 2010 mit “Rad&Einkauf” einen Schwerpunkt gesetzt, der auch bundesweit Leitthema im Berich Radförderung war. Diese Inhalte haben wir mit unserer Lastenrad-RoadShow bei Ausstellungen der Stadt Wien und beim Rad-Gipfel OÖ transportiert und eine schmucke Aufklärungs-Broschüre produziert (pdf hier). Eine große Aufgabe war die Entwicklung von Sicherheitskursen für wiederaufsteigende Erwachsene und Jugendliche: FahrSicherRad.at, die nun regelmäßig in Wien und Umgebung angeboten werden.
Im bundesweiten verkehrspolitischen Bereich nehmen wir seit 2009 eine wichtige Aufgabe wahr, die Vertretung von Radfahrenden-Interessen bei der Änderung der bestehenden StVO im Unterausschuss Radverkehr des BMVIT. Neben und mit Akteuren wie VCÖ und ARGUS treiben wir die Entwicklung radfreundlicher Gesetzgebung voran, mit unserem Positionspapier zu Verkehrssicherheit und der Analyse von dringenden Änderungen der Radverordnung (pdf, 16MB!).
Lokal versuchen wir wichtige Impulse in der Wiener Landespolitik zu setzen, ein gebündelter Vorstoß für leicht unzusetzende Maßnahmen findet sich in unseren 5 Vorschlägen an Wien, auch das Thema City Maut lag uns am Herzen. Laufend nehmen wir natürlich alle Gelegenheiten wahr, um auf entscheidende Personen in Rathaus und Magistrat einzuwirken. Und im weiteren Verlauf des Jahres 2010 warten noch das Bicycle Film Festival 2010, RasenAmRing #4 am Autofreien Tag sowie ein Wiener Wahlkampf auf uns!
2009
hatten wir natürlich unsere liebsten Projekte weiter hochgepäppelt: RasenAmRing, die Aktion zum Autofreien Tag, war ein Riesenerfolg. Das Bicycle Film Festival versammelte die gesamte Bike Community zu einem viertägigen Fest des Fahrrads. Mit der Green Bikes Tour fuhren wir im Zeichen von nachbarstaatlicher Nachhaltigkeit durch Europa. Politisch konzentrierten wir uns u.a. auf das leidige Thema “Helmpflicht?” und untermauerten unsere Ablehnung mit einem fundierten Positionspapier der Radlobby.at. Um uns eines grundlegenden Problems des Radverkehrs – Wie & wo stell ich mein Rad zuhause ab? – anzunehmen haben wir einen Leitfaden für Radabstellräume erarbeitet. Und uns rund ums Jahr für Radverkehr eingesetzt, wo immer möglich.
Einen Überblick über unsere Aktivitäten und Ziele bekommt ihr auch in unseren Jahresberichten aus den Jahren 2006-2009, zum download als pdfs hier >>
Rückblick 2004-2008:
Der Verein IGF wurde am 29.1.2004 von Wolfgang Leitner und Johann “Wickerl” Wick geründet. Nach langer und intensiver Lokalsuche für den Vereinsstandort wurde im April das leerstehende Geschäftslokal in der Rembrandtstraße gefunden und über den Sommer renoviert. In diese Phase fiel auch die Organisation der ersten Transboundary Bicycle Tour zum International Danube Day am 29. Juni, die auch erfolgreich über die Bühne ging.
Am 19.8. wurde das Vereinslokal mit einem berauschenden Fest und dem ersten Wiener Hometrainercup eröffnet, die reguläre Vereinstätigkeit konnte beginnen, der Startschuß zum Versuchsballon Pannendienst für Wien erfolgte.
Die Wiener Grünen ermöglichten uns die Teilnahme an den Aktionen zum Autofreien Tag am 22. September 2004, eine Basis zur losen Zusammenarbeit wurde gefunden, die wir in weiteren Projekten bezüglich Radwegengagement etc. weiter verfolgten.
Währenddessen lief der Servicebetrieb auf vollen Touren, die Mitgliederzahl wuchs im Laufe des Jahres auf 70 RadfahrerInnen.
2005 begann mit der Gründung des Geschäftsbetriebs von Päsident Wolfgang Leitner im Vereinslokal und damit de organisatorischen Trennnung von Shop und Lobby, das Angebot des Shops wurde kontinuierlich ausgebaut, der Werkstättenbetrieb lief auf Hochtouren und eine große Zahl an Neu-, Gebrauchträdern und auch Rädern nach unseren Custom Design Consept gingen über den Ladentisch. Alec Hager übernahm von Wickerl den dankbaren Job des Vizepräses und begann damit, sich auch ins Organisieren der diversen Vererins- und Geschäftsprojekte einzubringen.
Im April mobilisierte die IG-Fahrrad unter dem Label cruisin Q202 den Atelierrundgang Q202, der 68 Ateliers, Werkstätten und Galerien in den Bezirken Leopoldstadt und Brigittenau umfasste. Im Juni wurde wiederum die Transboundary Tour organisiert und durchgeführt, ausgebaut auf 2 Tage mit Camp am Donaustausee bei Bratislava, über 80 TeilnehmerInen aus Ö & SLK waren zu verzeichnen. Im September nahm die IGF mit einem Tandem Test Drive am Augartenfest des Aktionsradius’ teil.
Der Herbst stand dann im Zeichen der ersten Rad Rettung: Im Auftrag der Wiener Grünen war unsere mobile Wekstatt überall in Wien anzutreffen: Damit das Wiener Wahlvolk im herbstlichen Wahlkampf nicht etwa aufgrund technischer Mängel seiner Räder mit Autos fahren muss, checkten unsere Mechaniker im Lazarettzelt gratis deren Räder auf Herz & Tretlager. Die RadRettung floriert und ist seitdem nichtmehr aus Wien wegzudenken.
Turbulent verlief 2006 – mit der Eröffnung der 2. Depandance in der Westbahnstraße im 7.Bezirk und einer zweiten Saison für die Rad Rettung: Über 600 Räder wurden bei mehr als 20 Terminen wienweit gecheckt und repariert. Ein weiterer Höhepunkt 2006 war die zweitägige Transboundary Bicycle Tour 06 vom 24. bis 25. Juni von Wien bzw. Hainburg über Bratislava nach Györ mit Übernachtung im lauschigen Donaucamp bei Dunasziget.
Ebenfalls in die Gänge kam 2006 die Critical Mass Vienna , die regelmässige unorganisierte Radfahrt durch Wien, um auf die Belange der RadfahrerInnen aufmerksam zu machen, die nun ein Fixpunkt der RadaktivistInnenszene in Wien ist. Immer lautstark dabei: das Soundmobil der IGF! Wir stellten Kontakte zu diversen NGOs und den Verwaltungsstrukturen der Stadt Wien her, um 2007 unsere Aktivitäten weiter ausbauen zu können und den Anliegen unserer Mitglieder Gehör zu verschaffen. Die Arbeit trägt Früchte, eine davon ist die große Aktion zum Autofreien Tag 2007: Rasen am Ring! Eine weitere die Organsisation des International Bicycle Film Festivals, das erstmals im deutschen Sprachraum bei uns im Topkino stattfand und ein voller Erfolg war – Zufriedenheit, entsapnnte Stimmung, spannende Filme und viel Drumherum.
2007 konnten wir auch die Vollmitgliedschaft beim ECF (European Cycle Federation), der europäischen Plattform für Fahrradlobbying, erlangen und können so von europaweiter Zusammenarbeit und Wissensaustausch profitieren.
Unseren Ansatz unterstreicht auch die Mitgliedschaft der IGF beim internationalen Car Free Network, dem wir mit November 2007 in Prag beigetreten sind.
Das Jahr 2008 begannen wir mit einer Umstrukturierung und Verbreiterung der Vereinsführung. Die Statuten wurden erneuert und bei der Generalversammlung am 9.1.2008 einstimmig verabschiedet und der Vorstand neu gewählt: Er besteht nun aus 4 Personen, nämlich Alec Hager als Präsident, Quereinsteiger Peter Pilsl als neuem Vize, wie gewohnt Tom Glaser als Kassier und Vereinsgründer Wolfgang Leitner als Schriftführer.
Wir hatten 2008 viel vor! RadRettung, FilmFestival, RasenAmRing, radlobby.at… und wir haben alles umgesetzt: Es wurden sovile Räder gerettet wie noch nie, das BFF fand unter großem Andrang, viel Applaus und warmen Sonnenschein am Herrmannsstrand, in der Urania und auf dem Badeschiff statt und unsere Lobbyinig-Tätigkeiten gewannen immer mehr an Gewicht. 2009 gingss ebenso expansiv weiter!
In diesem Sinne: Hasta la bicicleta siempre!









