Umfrage: Radweg vor KFZ-Spur von Schnee räumen!
Die IGF hat am 6.12. Tee und Kekse zur Belohnung für WinterradlerInnen verteilt. Nicht nur das Beschenkten-Feedback war erwartbarerweise sehr positiv, auch Medien interessierten sich angesichts des Winterwetters für die Fragestellung: Was würde Winterradeln sicherer und beliebter machen? Da fielen oft die Verweise nach Kopenhagen, wo ja jeder Radweg vor der KFZ-Fahrspur geräumt wird. Maria Vassilakou antwortet auf die Frage von W24, was sie als neue Stadträtin dazu meine, als Radfahrerin: “Das würden wir uns alle wünschen!”
Danach verweist sie auf die Zuständigkeit der MA48, bei der sie sich dafür stark machen will. Nun haben wir 3 Tage lang gefragt: “Was meint ihr, wünschen wir uns das alle?” Die Antwort war – erwartbarerweise – ein fast einstimmiges (58:3):
JA!
In diesem Fall kann man unserer Umfrage auch durchaus manifestatives statt relational-statistisches Erkenntnisinteresse unterstellen…
Sollen im Winter die Radwege noch vor den KFZ-Fahrbahnen geräumt werden?
- Ja, natürlich! Was Kopenhagen schafft muss Wien auch können. (95%, 58 Votes)
- Nein, das wäre zuviel des Guten, sind doch bei uns Radfahrende die Minderheit. (5%, 3 Votes)
Total Voters: 61
Fotos vom dampfenden Tee-Event der IGF am Opernring hier ((C) Fotos: Peter Provaznik):






















7. Dezember, 2010 um 22:41
super! …
*thumbsup*
und erst die bilder
aber die umfrage ist sehr repräsentativ, haha….
8. Dezember, 2010 um 12:44
Hmm…geräumte Radwege klingt nett, aber richtig wichtig wären geräumte Radstreifen. Dazu gleich auch Gesetzesänderungen & ein bisschen Bewusstseinsbildung für unsre Gesellschaft, sodass etwas Akzeptanz gegenüber Radlern auf dem KFZ Streifen dann gegeben ist, wenn auf Radweg/-streifen nicht gefahren werden kann. Dazu fällt mir grad noch ein wie beschissen die Lage für Drittstaatangehörige (Studenten, Asylwerber, Verliebte und andere mehr) in Bezug auf Erwerbstätigkeit ist! Um Radwege zu Betreiben braucht man speziell im Winter die eine oder andere Hand!! (Nicht dass eine Arbeitsbeschränkung auf solch “niedere” Arbeiten wie Schnee Räumen & Eis hacken in meinem Sinne wäre, aber hier liegts halt nahe…)
8. Dezember, 2010 um 15:20
Frau Vassilakou sollte mal mit ihrer Kollegin Ulli Sima reden, die hat das Sagen bei der MA 48! Mary gogogo!! Es kann doch nicht sein, dass nach vor nicht ganz einer Woche Schneefall immer noch abschnittsweise ne Eis- und Schneeschicht auf den Hauptradwegen..Gürtel, Ring,..liegen. (Montag am Mittwoch davor war der Schneefall).
8. Dezember, 2010 um 18:07
wenn die Radwege ungeräumt sind, fahre ich auf der Straße und kein Polizist kann etwas dagegen einwenden. Mein Problem sind die zugeräumten Mehrzweckstreifen, denn die Schneepflüge schieben allen Schnee rechts auf die Seite und dort bleibt er am Mehrzweckstreifen liegen, mindestens bis zum nächsten Tauwetter und das sind oft viele Wochen.
Ich radle winters wie sommers mindestens 10km am Tag, nur wenn schlecht geräumt wird, ist’s mir zu gefährlich.
9. Dezember, 2010 um 09:07
Ich radle den ganzen Winter. Von mir aus können auch Straßen und Radwege parallel geräumt werden, wenn genügend kleine Räumgeräte vorhanden sind. Denn daran scheitert es meist.
Grundsätzlich sollten Wege für Menschen, die zweibeinig und zweirädrig unterwegs sind, bevorzugt werden.
Für die zugeräumten Radstreifen habe ich Verständnis, denn die Anrainer haben die gesetzliche Verpflichtung den Gehsteig zu räumen, die Gemeinde die Verpflichtung die Straße zu räumen. Da bleibt logischerweise nur der Radstreifen als Lagefläche für den Schnee über, daher einfach selbstbewußt in der Mitte des angrenzenden Kfz-Fahrstreifens fahren und sich nicht durch Hupangriffe drausbringen lassen.
31. Dezember, 2010 um 19:22
Geräumte Radwege – das klingt ja ganz nett. In der Praxis werden sie aber aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens und der geringeren Fahrzeuggewichte immer stärker schneebedeckt und glatter als die Fahrbahnen sein. Auch sind sie durch engere Kurven und geringe Breiten eher gefährlich.
Deshalb suche ich mir bei Schnee lieber Alternativrouten über radwegfreie Seitenstraßen. Das klappte in den letzten Wochen recht gut. Vorallem, wenn man schnellere Fahrzeuge auch mal vorbeilässt.
Leider meinen einige Verkehrsteilnehmer auch bei schmierigen Fahrbahnen noch mit 70 km/h durch die Stadt brausen zu müssen oder Sicherheitsabstände unterschreiten zu müssen. Da kommt dann wenig Freude auf und ein Wechsel in die Öffis erscheint erwägenswert.
3. Januar, 2011 um 13:06
für alle, die wie ich, erst jetzt nachlesen:
http://derstandard.at/1293369469687/Kommentar-der-Anderen-Radpolitik-in-Wien-Hupfts-in-Gatsch
Othmar Pruckner spricht wahrscheinlich nicht nur mir aus der Seele! Und irgendwann bald wird die Frau Planungsstadträtin sich mit den Kolleginnen und Kollegen der MA48 unterhalten können/müssen oder?? Die Zeit läuft mitunter schneller als wir denken!
3. Januar, 2011 um 23:09
da schau her! “Die Stadt Bregenz hat vor kurzem ein neues Schneeräumgerät für Rad- und Fußwege angeschafft. In der Landeshauptstadt gibt es 32 Kilometer Rad- und Fußwege.” da bräuchte wien 34 solche dinger, bei 1000km (angeblichen) radwegen. hamma die?