Wiental Highway NEWS: Keine Wintersperre mehr!

Wiental Highway Visualisierung 1 “Der Wiental-Fahrrad-Highway manifestiert durch seine Nutzungszeiten wieder einmal die landläufige Wahrnehmung der freizeitorientierten Radl-Saison: Sommers bei Sonnenschein!” hatten wir hier am 1.11. geschrieben, als die Wintersperre des Wiental-Radhighways in Kraft trat. Nun weht aber hier das grünrote Lüfterl und siehe da: Es geht! Der Radweg ist weiterhin legal benutzbar, der grüne Verkehrssprecher  Christoph Chorherr, Initiator des Projekts, hat dies soeben durchgesetzt! Nur bei Dunkelheit und Hochwasser wird per Schnappschloss gesperrt.

Sehr erfreulich – und somit ist ein Teil der Kritik die wir hier noch formuliert hatten entkräftet:

…Dass das Rad nicht nur ein witterungsunabhängiges alltägliches Verkehrsmittel (und ja, das beste urbane!) ist sondern auch dementsprechend funktionierende Infrastruktur braucht, um Akzeptanz und Zuwachs zu finden, hat sich soweit in die Stadttregierung durchgesprochen, dass am 1. Oktober also ein Rad-Highway eröffnet wurde, der ab 1. November nicht mehr benutzt werden darf.

Unter großem Medieninteresse präsentierten Anfang Oktober die beteiligten HauptakteurInnen (SR Schicker und SR Sima (SP), Christoph Chorherr und Sabine Gretner (Grüne) ) den neuen „Bike-Highway“ als Meilenstein für den Radverkehr, kombiniert mit der ersten öffentlichen Radgarage an der Kennedybrücke.  An sich ein auf den ersten Blick gelungenes Vorzeigeobjekt – aber: Mit 1.November ist das Befahren des 5,3 Millionen Euro teuren Prestigeprojekts schon wieder verboten! Bis einschließlich 20.März darf der Abschnitt zwischen Kennedybrücke und Auhof dann nicht mehr befahren werden. Ebenso war die Nutzung der Verbindung auch im Sommer nur bei Tageslicht erlaubt, die Abfahrtsrampen sind also sowohl des Nachts als auch in 5 Wintermonaten mit Schranken versperrt. Schranken, die übrigens auch während der offiziellen Nutzungszeiten nur zum kleineren Teil geöffnet sind, sodass eine Nutzung für RollstuhlfahrerInnen auch bei strahlender Sonne unmöglich gemacht wird.

Barrierefreies Bauen und Planen funktioniert anders, nachhaltige Förderung unmotoriserter Fortbewegung ebenso. Nur wenige Abfahrtsrampen machen den “Highway” für Alltagsnutzung eher unattraktiv da die Anbindung an Wohnbezirke links und rechts des Wienflussbettes fehlen. Die Einbindung und Kommunikation der ansonsten gelungenen Rad-Garage ist leider so unsichtbar dass ihre Auslastung (an einem gesperrten Rad-”Highway”) schütter bleiben muss. Die Nutzungszeiten des “Highways” sind offensichtlich nutzerfeindlich, bei entsprechendem politischem Willen sollten hier Umwidmung und entsprechende Instandhaltung kein Problem sein. Oder wird die Kosteneffizienz von Schneesturmräumungen inkl. Umweltbilanz der Salzstreuung der Tangente analysiert und führt das Ergebnis zu einer Wintersperre?

Angesichts dieser Straßenbau- und -erhaltungskosten ist auch das berechtigte Kostenargument (wie hier bei der ARGUS) dem Wiental-Highway gegenüber eigentlich anders einzusetzen: Ja, das kostet deutlich mehr als das Abmarkieren von Mehrzweckstreifen, aber es wurde immer noch zu wenig getan. Meilensteine städtischer Radverkehrsinfrastruktur sehen anders aus, kosten mehr – und können mehr. Und damit würde Steuergeld im Sinne aller städtischen NutzerInnen sinnvoll eingesetzt.

Das schrieben wir bei Umstzungs-Sart zum Rad-Highway:

Rückblick – Unser Artikel zum Highway vom Juli 2009 (von Martin Rotter):

Angang Juli präsentierten Verkehrsstadtrat Schicker, Umweltstadträtin Sima, sowie die Grünen GemeinderätInnen Gretner und Chorherr die Pläne der Stadt Wien für den nächsten Abschnitt des “Wientalhighways” zwichen Hackinger Steg und Kennedybrücke. Die IGF war vor Ort: Das Projekt “Wientalhighway” exisitert ja schon lange — zumindest als Rot-Grünes Projekt — und hätte tatsächlich das Zeug für eine visionäre Radwegachse entlang des Wienflusses von Auhof bis zur Urania. Ein städteplanerischer Streich, um den uns manch andere Metropole sicherlich beneiden könnte. Aber Wien ist anders, und es wäre nicht die erste Vision deren Verwirklichung an Bürokratie und Sicherheitsbedenken scheitert. Also bleiben auch wir zunächst am Boden und schauen uns genauer an, was die RadfahrerInnen im Westen dieser Stadt erwartet.

Wiental Highway Visualisierung 1

Visualisierung des geplanten “Radhighways” (Pressedienst Wien, AXIS)

Was viele gar nicht wissen: Ein Stück “Highway” gibt es ja schon seit ca. drei Jahren — selbst wenn es im Wiener Online-Stadtplan nicht eingezeichnet ist — und zwar von Hütteldorf U4 (Hackinger Steg) bis Auhof, quasi Stadtgrenze und über den verkehrsplanerischen Kartenrand hinaus. Dieses Teilstück soll nun stadteinwärts verlängert werden bis zur Kennedybrücke (U4-Hietzing, Schönbrunn, Tiergarten), in ähnlicher Bauweise und Konzeption.

Letztere ist durchaus bemerkenswert, und eine Besichtigung des bestehenden Teilstücks lohnend: Eigentlich ist das Ganze nur ein “Bedienweg” der Magistratsabteilung 45 Gewässerbau, ein am linken Rand des gepfasterten Flußbetts aufbetonierter vier Meter breiter Weg, der gnadenhalber oder sagen wir “synergetisch” zwar als Spazier- und Radweg ausgeführt ist, aus rechtlichen Gründen aber kein Radweg sein darf und deshalb auch nicht in den Stadtplänen aufscheint. Wien ist eben anders, falls das nicht schon erwähnt wurde.

Das Ganze errinnert sicher auch aufgrund seiner dezentralen, naturnahen Lage ein wenig an Donauinsel und Trepplweg — wenn es da nicht das Problem mit dem Hochwasser gäbe. Denn alle paar Jahre führt die Wien Hochwasser und wandelt sich vom harmlosen Bächlein zum reißenden und wirklich nicht zu unterschätzenden Mister Hyde. Meist nach größeren Gewittern kommen gewaltige Wassermengen aus dem westlichen Wienerwald zusammen, für die es in Auhof zwar noch Auffangbecken gibt, aber innerhalb einer halben Stunde muss der Wienfluss geräumt sein, denn dann räumt sich das Wasser seine Bahn selber. Zusätzlich verengt sich das Flussbett stadteinwärts und wird entsprechend tiefer, die Wassermengen beschleungien sich noch weiter. Beim Jahrhunderthochwasser 1997 waren es 260 Kubikmeter pro Sekunde bei einer Höhe von 4,70 Metern.

Um die Sicherheit der Wienerinnen und Wiener besorgt hat die MA45 also eine Warnanlage installiert, die im Fall des Falles Alarm schlägt und die BesucherInnen mit Blinklicht, lautem Getöse und sogar mehrsprachig zum Verlassen des Gefahrenbereichs auffordert. Das Schauspiel ist einer Weltstadt des Theaters durchaus würdig.

Solcherart in städtischer Obhut und Sicherheit gewogen soll es also ab 2011 bis zur Kennedybrücke weitergehen. Ein- und Ausfahrtsmöglichkeiten werden bei der St. Veiter Brücke und der Astgasse eingerichtet. Bei der Kennedybrücke endet der “Highway”-Abschnitt mit einer Rampe in den Hadikpark, von wo bis Schönbrunn und dann entlang des Wientalradwegs in Richtung Innenstadt weitergeradelt werden kann.

Nocheinmal zurück zur ursprünglichen Vision des “Highways”. Die Attraktivität dieser Idee besteht sicherlich darin, eine geradlinige und ampelfreie Radfahrachse vom Westen Wiens in die Innenstadt zu legen. Wer die bestehende Radroute kennt, weiß ein Lied davon zu singen. Diese führt immer wieder rund um hochfrequentierte U-Bahn-Ausgänge, zwingt zu zahlreichen Ampelstopps und gleicht in ihrer Streckenführung mehr einem Slalomlauf als einer hochrangigen Radwegverbindung.

Vergleich Rad-Kfz

So funktioniert Wiens Verkehrspoltik: Während für Kfz sechs praktisch geradlinige Spuren zur Verfügung stehen verläuft der Radweg über weite Strecken im Zick-Zack

Um größere Distanzen mit dem Rad zu bewältigen wäre der Highway also eine ideale Ergänzung. Neue Zielgruppen (PendlerInnen) und “FreizeitradlerInnen” könnten damit angesprochen werden. Doch dieser Vision wird mit dem geplanten Teilstück kaum näher gekommen, in erster Linie deshalb weil der ganze Spaß schon vor Schönbrunn endet. Der “Radhighway” sollte zumindest bis zum Rüdigerhof  beim Naschmarkt reichen, um eine verkehrspolitisch nennenswerte Dimension zu erreichen. Dann wäre nämlich auch klarer, warum von einem Highway die Rede ist, denn in diesem Bereich würde der Weg in sichererer Höhe seitlich an die Mauer des Wienflusses eingehängt.

hadid einhaengung

Wie der Radhighway konkret aussehen könnte ist am Donaukanal (unter dem Zaha Hadid Gebäude) zu besichtigen. Auch hier wurde der Radweg “an die Wand gehängt”.

Aber zurück zur Planungsrealität: Vier Meter breit soll das neue Teilstück werden, ausgeführt als Mischfläche für Fußgeher- und RadlerInnen, das steht natürlich im krassen Widerspruch zum Namen “Highway”. Schicker nennt das Teil auch manchmal “Radautobahn” — offenbar bringt er da einiges durcheinander. Aber immerhin, die Mischfläche ändert nichts an Ampelfreiheit und Geradlinigkeit, also bleibt abzuwarten wie stark der Bereich von gassigehenden Hunderln mit ihren Herrchen und Frauchen und dazwischen quergespannten Leinen frequentiert wird. Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass sich daraus nicht wieder eine der typisch Wiener “Radrowdy”-Diskussionen entwickelt, nur weil die städtischen VerkehrsplanerInnen wieder einmal — und entgegen allen offiziellen Beteuerungen — Rad- und Fußverkehr zusammenwürfeln.

Eine Wintersperre (und sogar Nachtsperre?) soll es geben, für Schicker und Co. exisitert offenbar immer noch die “Radfahrsaison”. Es ist noch unklar ob die Wege tatsächlich physikalisch abgesperrt werden oder nur “auf eigene Gefahr” und “nicht geräumt” — schließlich ist das alles offiziell ja auch kein Radweg. Aber aller Anfang ist schwer, und es ist ja nicht ausgeschlossen, dass die Gemeinde sich z.B. aufgrund großer Nachfrage dazu entschließt, den Highway auch im Winter von Schnee und Eis zu räumen. Eine tatsächliche Unbenutzbarkeit für die gesamte Winterperiode wäre jedenfalls ein schlechter Scherz.

Bleiben noch die unvermeidlichen Jahrhunderthochwässer, bei denen der “Highway” ebenfalls für einige Zeit gesperrt werden muss. Hier spielt der Klimawandel ganz in die Hände der strikten Highway-GegnerInnen (wie z.B. auch ARGUS-Wien, die von einer “Schnapsidee” spricht). Stimmt schon, jede Sperre ist besonders für den Berufsverkehr ärgerlich, hier wird die Praxis zeigen müssen, wie häufig und wie verkraftbar diese sein werden. Leider liegen uns derzeit keine Zahlen über die hochwasserbedingten Sperren des bestehenden Abschnittes der letzten Jahre vor. Im Vergleich zur Wintersperre erscheint das Problem allerdings zweitrangig.

Und grundsätzlich ins Eingemachte geht die Diskussion, wenn es darum geht ob der “Radhighway” nicht sowieso nur ein teures Vorzeigeprojekt ist, und es nicht sinnvoller wäre Kfz-Spuren und Parkplätze an der Oberfläche zu reduzieren um damit den bestehenen Wientalradweg zu begradigen und auszubauen.

Zugegeben, schön wäre es natürlich, wenn Wien mit seinem “Radhighway” wirklich etwas vorzuzeigen hätte — was in den nächsten Jahren aber nicht abzusehen ist. Und sicher ist es notwendig auch den Wientalradweg deutlich zu verbessern, so wie viele Radverbindungen der Stadt mehr als verbesserungsbedürftig sind. Denn durch den teilrealisierten “Radhighway” könnte auch der Wientalradweg zwischen Schönbrunn in der Innenstadt stärker frequentiert werden und mehr Bedeutung bekommen. Und ganz grundsätzlich sollten die RadfahrerInnen sich nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern gemeinsam für bessere Fahrbedingungen auftreten. Angesichts der Unsummen, die die Stadt Wien für den Kfz-Verkehr ausgibt sind die Kosten für den Radhighway — selbst in voller Ausführung bis zum Donaukanal — absolut vernachlässigbar.

Fazit:
Wien tut sich schwer mit dem Radfahren, was sicher daran liegt, dass es von Verkehrsverantwortlichen in erster Linie als Freizeitbeschäftigung für Sportliche gesehen wird.

Demnach wird auch der “Wiental-Radhighway” mehr als Freizeitanlage denn als echte Verkehrsachse und noch dazu sehr halbherzig verwirklicht. Dennoch ist damit zumindest der Fuß in der Tür für einen weiteren Ausbau zur echten Schnellverbindung in die Innenstadt. Die Wiener RadfahrerInnen könnten ja durchaus auf den Geschmack kommen und mit starker Stimme “Mehr davon!” fordern. Wir jedenfalls tun das schon lange.

Interviews mit Gretner, Schicker, Corherr, Kuchling:

martin, 19. November, 2010, Kategorie: Allgemein, Blog.

15 Kommentare zu “Wiental Highway NEWS: Keine Wintersperre mehr!”

  1. Rene schreibt:
    22. Juli, 2009 um 11:34

    Wien Radweg

    Mit der Verwirklichung ohne Rückbau der Straße an der Oberfläche bzw. Bevorrangung der Öffis oder Alternativen zum MIV wird die Politik der Wiener SPÖ fortgesetzt. An erster Stelle steht der Fußgänger, an erster Stelle steht der Radfahrer, an erster Stelle stehen die Öffis bzw. an erster Stelle stehen die Autos.

    Wenn der Radweg im Wiental gebaut wird sollten die Öffis ab Hütteldorf verdichtet werden. Parallel dazu sollte eine Fahrspur für Busse reserviert werden (Abfahrtspunkt U4 Hütteldorf).

  2. flo schreibt:
    3. August, 2009 um 18:45

    hach, es wäre ja zu schön gewesen, wenn der “highway” breit und nicht im mischverkehr bis zur urania geführt hätte…

  3. ameno schreibt:
    10. August, 2009 um 16:54

    chorherr schreibt man mit 2 r am schluß (1. satz).
    JahrhunderThochwasser.

    inhaltlich super und sehr konstruktive kritik imho, danke!

  4. fsa schreibt:
    21. April, 2010 um 21:23

    Ich freu mich schon auf das Teilstück.

    Leider kann ich mir aber nicht vorstellen, dass es allzu viele Radlerpendler für sich gewinnen kann, dafür ist es
    1. zu weit stadtauswärts
    2. fehlt die Anbindung an einen sinnvollen Radweg

    Ab dem Schloss Schönbrunn ist der Wiental Radweg fast durchgehend eine Katastrophe – dagegen ist der oft und auch zumeist zurecht kritisierte Gürtelradweg ein Meisterwerk! Insbesondere die Ecken, die ab Margaretengürtel folgen sind vollkommen absurd – natürlich auch alles Mischfläche. Da muss man als Radler praktisch ohne Sicht einen Hacken schlagen, anstatt dass man an den angesprochenen Stellen jeweils 1 Parkplatz opfert (das wären vielleicht insgesamt 6 Parkplätze für die heikelsten Stellen) um einen Spurwechsel in sinnvollem Radius und mit Einsicht zu ermöglichen.

    Ich kann mir leider nur allzu gut vorstellen, wie an ein paar widrigen Herbsttagen Messungen zur Radlerfrequenz am “Highway” erstellt werden und dann als Argument gegen eine Verlängerung verwendet werden. Sehr schade, weil eigentlich bietet der Flusslauf die große Chance für ein Vorzeigeprojekt, das – gerade in Verbindung mit dem Aufkommen der Elektrobikes und des Bewusstseins für umwelt- und ressoucenschonende Fortbewegung – viele zum Umstieg aufs Radl für den Arbeitsweg bewegen könnte.

    Aber so bleibt es wohl beim Traum vom Radlweg Auhof-Karlsplatz (von Urania trau ich ja kaum überhaupt zu träumen, das Nadelöhr, das hauptsächlich Lust verdirbt, ist auch vor allem das Stück Schönbrunn bis Karlsplatz).

  5. Frantisek Fiala schreibt:
    2. November, 2010 um 12:33

    Wie auch immer das gelöst wird, grundsätzlich ist für Menschen jegliche Fortbewegung über Bodenniveau anzustreben. Keine Unterführungen, keine Tunnel o.Ä. Ein Fussgeher oder Radfahrer ist ja weder ein Maulwurf noch ein Nacktmull (auch kein Kanalarbeiter). Auch gehört ein Radfahrer nicht seitlich irgendwohin gehängt, um die Fahrbahnen frei zu halten. Deswegen wäre es wünschenswert, jeglichen menschlichen Nichtmotorisiertenverkehr oberirdisch zu gestalten. Wenn zuwenig Platz ist, dann sollte man versuchen, welchen zu schaffen.

  6. Frantisek Fiala schreibt:
    2. November, 2010 um 12:53

    ad Chorherr Aussage im Video: “dass der Radverkehr nicht an den Rand gedrängt wird…”
    –> genau das tut der Wientalhighway leider, er drängt die Radler in den Abgrund, in den Kanal, damit die Autos weiterhin ungehindert fahren können. Zusätzlich werden die Radler von oben mit todbringenden Abgasen bestäubt.
    Wie bereits Rene im post schreibt, es können nicht alle Verkehrsformen gleich bevorzugt werden. Wenn die Attraktivität einer Mobilitätsform steigt (tut sie das durch “Kanalisieren”?), sollte sie bei anderen Formen sinken. Erst so greift man regulierend ein und regelt den Verkehr.
    Versteht mich nicht falsch: Chorherr meint es sicher gut, und auch der Radweg an sich ist eine gutgemeinte und tolle Sache. Jede Maßnahme, die Radverkehr fördert, ist eine gute Sache.

  7. roland r. schreibt:
    3. November, 2010 um 10:14

    eine schwachsinnige Aktion der Wiener Verkehrsplanung.
    ein zu teurer Radweg und der wiederum aus kostengründen ohne beleuchtung oder schneeräumung…. da fehlen mir die worte.
    eine parkspur wegzunehmen kostet pro kilometer einen Eimer voll Straßenfarbe. und dann hätten wir im wiental für einige Zeit ausgesorgt. grüne welle bei 20-30 km/h und basta.

    nur haben schicker, chorherr und co anscheinend das rad als freizeitsportgerät entdeckt und freuen sich, wenn sie entlang des baches radln können.
    aber wehe ich will auf und ab-fahren… die umständlichen zufahrten, schwere schwebeteilchen wandern nach unten, daher von der straße zum radweg und somit … hat sich für mich das radln dort erledigt.
    leute, ganz wien sollte mit rennrädern ausgestattet werden, dann ist die radwegnutzung überflüssig und wir haben endlich chancengleichheit. – obwohl die errichtung von Radspuren á la cOPENhagen dies wesentlich erleichtern würde

  8. Paul schreibt:
    12. November, 2010 um 12:05

    Hallo,

    bin neu hier. Doch wollt nur kurz was zum Wientalradweg sagen. Ich wohne im 14ten. und pendel täglich in den 1. Bezirk. Der Radweg ist nicht unbedingt schlecht. Man kann die paar km in kürzester Zeit hinter sich bringen. Das als Highway zu bezeichnen macht Sinn.
    Doch es gibt vieles zu verbessern. Es gibt kein Licht, in der Nacht ist er zu, im Winter is er zu. Er höhrt aprupt auf, etc etc.

    Ich habe in Kopenhagen gewohnt und dort fahren die Leute mehr als 10 km täglich. Und von Hütteldorf in die Innenstadt sind es genau 8km! Natürlich muss man um eine Akzeptanz des Radverkehrs zu gewinnen auf diesem Weg noch viel machen aber das Potenzial ist da!

    Wichtiger als Kritik an dem jetz fertige Wientalstück, ist die Verdindung in die Stadt zu verbessern. Ich bin Architekt & hätte Lust einen Vorschlag auszuarbeiten!
    Bin aber kein Rad-Spezialist, aber vielleicht finden sich Interessierte!

    lg
    Paul

  9. Paul schreibt:
    12. November, 2010 um 12:08

    ps. heute war der weg offen!

  10. rocko_c_pons schreibt:
    15. November, 2010 um 11:36

    neben den von euch erwähnten Punkten (unnötige Öffnungszeiten, zu schmales Einfahrtstor, schlechte Anbindungen) wurde leider auch bei der Kennzeichnung gespart – hab zuletzt mal ordentlich suchen müssen, da der ‘Highway’ ja noch nicht einmal angeschrieben ist; hat man dann den Eingang gefunden wird es einem wirklich nicht leicht gemacht den richtigen ‘Ausgang’ zu finden; bleibt einem wirklich selbst überlassen abschätzen zu können bei welcher es sich um die richtige Ausfahrt handelt;

    also bitte: KENNZEICHNUNG DER EIN- & AUSFAHRTEN sowie des RADHIGHWAYS selbst – wenn schon so viel Geld in die Hand genommen wurde dann werden die wenigen Schilder auch noch zu finanzieren sein;

  11. ich schreibt:
    20. November, 2010 um 12:40

    Rad-Highway auch im Winter geöffnet!

    http://www.criticalmass.at/forum/topic/der-%C2%BBrad-highway%C2%AB-im-wiental-ein-kurzbericht?replies=4#post-2716

  12. Furo schreibt:
    21. November, 2010 um 12:06

    Na Gottseidank, kann man da nur sagen. Und hoffen, dass jetzt wirklich radverkehrsfreundliche Zeiten für Wien anbrechen.

  13. PenzingBiker schreibt:
    24. November, 2010 um 13:14

    Hier sehen wir perfekt die Absurdität des Konzeptes der Mischfläche. Wäre es ein reiner Radweg, könnte man ihn auch unbeleuchtet betreiben, schließlich hat ein straßentaugliches Rad gem. StVO ja eine adägquate Beleuchtungsanlage. Die Westautobahn wird ja auch nicht wegen Dunkelheit gesperrt.

    Da aber auch Fußgänger dort unterwegs sein dürfen, muss man den Weg in der Nacht sperren. Schade.

  14. Paul schreibt:
    8. Januar, 2011 um 10:50

    Also gestern (7.1.2011) war der Weg nicht offen und vom Schnee ist er auch in den Wochen davor nicht geräumt worden. Aber das ist wohl wie alles in Wien zuerst machen wirs mal so lari-fari und dann irgendwann wenn sich genügend aufregen wirds ordentlich gemacht!

    lg
    Paul

  15. Paul schreibt:
    7. Februar, 2011 um 16:53

    Seit kurzem gibt es neue Einfahrtsschranken am Wienflussradweg. Alle Schranken sind nun verbreitert und die gefährlichen Boller sind abmontiert! Nun stehen ca 1,5 m Durchfahrtsbreite zur Verfügung!

    Good News!

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